Angrillen – der perfekte Start in die Grillsaison

Zwei Männer stehen am Grill. Einer hat ein Kind auf dem Arm

Zeit für Frühlingsgefühle: Die ersten warmen Sonnenstrahlen wecken die Lust auf Steaks, Würstchen und Gemüse vom Grill. Für Grillfans haben wir hier Tipps wie der perfekte Start in die Grillsaison gelingt und dem Grillvergnügen nichts mehr im Weg steht.

 

 

Wenn das kulinarische Frühlingserwachen eingeläutet wird, sind die Tage von Kohl, Kartoffeln und Eintöpfen  gezählt. Nun beginnt die kulinarisch vielfältige Jahreshälfte. Und wie ließe sich das besser feiern als mit dem traditionellen Angrillen? Höchste Zeit, Ihren Grill aus dem Keller zu holen!

 

 

Wie reinigt man einen Grill?

Grill mit Schwamm säubern in rotem Becken

Haben Sie Ihren Grill im vergangenen Herbst sauber in die Winterpause geschickt, genügt wahrscheinlich ein Tuch, etwas Wasser und Spülmittel. Fehlte Ihnen nach der letzten Grillparty die Energie, Ihren Grill ordnungsgemäß einzumotten, müssen Sie nun womöglich härtere Geschütze auffahren.

 

Grobe Rückstände am Grillrost entfernen Sie am besten mit einer Drahtbürste aus weichem Edelstahl oder Messing. Einige BBQ-Fans schwören darauf, den Grill anschließend mit viel glühender Kohle bzw. auf hoher Gas-Stufe auszubrennen, um Fettrückstände zu beseitigen.

 

Feinere Verschmutzungen lassen sich auch mithilfe von Hausmitteln entfernen: Mit erkalteter Asche, Kaffeesatz oder mit Wasser verdünntem Apfelessig lassen sich Anhaftungen mit einem Schwamm oder Lappen abreiben. Einen stark verkrusteten Rost schlagen Sie am besten vorher über Nacht in nasser Zeitung ein, um die Kruste anzulösen. Im Handel sind außerdem spezielle Grillreiniger erhältlich, mit denen der Grillputz besonders einfach von der Hand gehen soll. Nicht vergessen: Auch Grillzange und Fleischwender sollten zum Angrillen wieder blitzeblank sein!

 

Achtung: Sind Sie stolzer Besitzer eines besonders hochwertigen Grills, handelt es sich bei Ihrem Rost womöglich um ein Bauteil aus empfindlichem Gusseisen. Bürsten und aggressive Putzmittel können den Grillrost oder die Antihaft-Patina beschädigen. Hier lohnt sich unbedingt der Blick in die Reinigungsanleitung des Herstellers.

Gasgrill reinigen und zum Angrillen startklar machen

Neben den klassischen Holzkohlegrills erfreuen sich auch Gasgrills immer größerer Beliebtheit. Gerade bei hochwertigen Modellen empfiehlt es sich, den Grill direkt am Ende der Saison zu reinigen. Vor dem Angrillen entfernen Sie dann nur oberflächliche Verschmutzungen mit einem milden Reinigungs- oder Spülmittel. Aggressive Putzmittel sind bei wertigen Gasgrills tabu!

 

Zum Startklarmachen Ihres Gasgrills gehört natürlich auch der obligatorische Sicherheits- und Technik-Check: Prüfen Sie alle Schläuche und Bauteile wie Druckminderer und Anschlüsse. Mit Leck-Suchspray oder einem Wasser-Spüli-Gemisch finden Sie undichte Stellen in den Schläuchen. Beachten Sie außerdem stets die Wartungshinweise des Herstellers. Dann steht einer sicheren Grillsaison nichts im Wege.

Wie bereite ich meinen Grill richtig vor?

glühende Kohle auf dem Grill

Ist der Grill vom Schmutz befreit, sind nur noch ein paar letzte Handgriffe nötig: Damit Ihr Grillgut beim Angrillen nicht am Rost anhaftet, schmieren Sie es mit hitzebeständigem Speiseöl ein. Alternativ reiben Sie die Schnittfläche einer aufgeschnittenen Kartoffel daran. Die austretende Stärke wirkt als Antihaftfilm und verhindert das Anbacken von Würstchen, Steaks, Gemüse & Co.

 

Ihr Grill ist nun startklar und kann angeheizt werden. Ein Gasgrill benötigt mindestens zehn Minuten, ein Holzkohlegrill sollte für beste Grillergebnisse rund 30-40 Minuten vor dem Grillen angefeuert werden. Achten Sie darauf, dass Ihre Holzkohle trocken ist und über die Wintermonate keine Feuchtigkeit aufgenommen hat. Nun können Sie das erste Grillgut feierlich auflegen.

 

Grillgut vorbereiten

Gewissenhafte Vorbereitung ist das A und O des Angrillens - und das gilt natürlich auch für das Grillgut. Überlegen Sie sich genau, mit welchen Köstlichkeiten Sie die Saison eröffnen möchten.

 

Schon während des Schreibens der Einkaufsliste lässt Ihnen die Vorstellung vom Duft frisch gegrillter Würstchen, Steaks und Gemüsespezialitäten das Wasser im Mund zusammenlaufen. Planen Sie genüsslich, wie Sie Ihr Fleisch marinieren und welches Gemüse Sie grillen möchten. Lassen Sie sich zum Beispiel von unseren Rezepten für raffinierte Grillbeilagen inspirieren.

 

Tiefgefrorenes Fleisch sollten Sie rechtzeitig und  langsam im Kühlschrank auftauen. Frisches Gemüse waschen Sie und legen es zum Beispiel in Öl mit Kräutern und Knoblauch ein. Auch Ihr Grillfleisch können Sie nach Belieben würzen oder marinieren. Überprüfen Sie unbedingt, ob Sie noch Zutaten wie Öl, Knoblauch oder Zwiebeln genügend im Haus haben. Die letzte Grillsaison ist immerhin schon etwas her.

 

Welches Grillgut eignet sich hier besonders? Das ist natürlich Geschmackssache. Besonders beliebt auf dem Grill sind z.B. Würstchen - z.B. eine Thüringer Rostbratwurst, Nürnberger Rostbratwürstl oder eine knackig-zarte Geflügelbratwurst. Auch ein gutes Steak gehört natürlich zu den Klassikern - z.B. ein T-Bone Steak vom Lamm ein Entrecôte vom Kalb oder ein Paprika-Hacksteak mit pikanter Füllung.

Wie kann ich gesund angrillen?

gesund Grillen Spieße mit Geflügel und Gemüse

Grillen ist ungesund? Stimmt nicht! Zumindest wenn Sie für einen guten Mix auf dem Rost sorgen: Machen Sie Ihre Grillevents in diesem Jahr zum Teil einer ausgewogenen Ernährung. Legen Sie nicht nur fettige Würstchen und Steaks auf den Rost. Denn auch Gemüse, Fisch und mageres Geflügelfleisch machen sich ausgezeichnet auf dem Grill.

 

Wichtig: Flüssige Marinaden, Fleischsäfte, Öl und Bier sollten möglichst nicht in die Glut bzw. auf die Heizstäbe oder Flammen tropfen. Hierbei können gesundheitsschädliche polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe entstehen. Ziehen Sie eher trockene Marinaden und Grillschalen den ins Feuer tropfenden Ölschichten vor.

 

Auch sollten Sie Ihr Grillgut nicht erst auf dem Grill, sondern schon vorher marinieren, um unnötiges Tropfen zu verhindern. Verwenden Sie zum Wenden eine Grillzange anstatt einer Gabel, weil ein Einstechen den Fleischsaft austreten lässt. Sie verwenden einen Holzkohlegrill? Lassen Sie Holzkohle erst durchglühen, bevor Sie das Grillgut auflegen.

 

Marinaden schmecken übrigens nicht nur fantastisch, sondern sie reduzieren auch die Entstehung sogenannter heterozyklischer aromatischer Amine: ebenfalls gesundheitlich bedenkliche Stoffe, die beim Grillen entstehen können. Köstliche Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Ingwer, Traubenkern-Extrakt und Cayenne-Pfeffer schützen laut wissenschaftlichen Untersuchungen besonders gut.

 

Vegetarisches Angrillen

Nicht nur Fleisch und Fisch, sondern auch Gemüse entfaltet über der Flamme köstliche Röstaromen. Schneiden Sie Ihr Lieblingsgemüse nach Belieben in Scheiben oder gut zu garende Stücke, marinieren Sie es oder bestreichen Sie Ihr Grillgut schlicht mit etwas Öl. Besonders gut für die Zubereitung auf dem Grill eignen sich:

 

 

Mais

Champignons

Blumenkohl und Brokkoli

Süßkartoffeln

Paprika

Tomaten

Zwiebeln

Auberginen

Zucchini

Fenchel

Tofu

 

Tipp: Schneiden Sie aus Ihren Gemüse-Favoriten mundgerechte Stücke und kreieren Sie daraus bunte Gemüsespieße, die Sie zum Beispiel in einer Grillschale unter regelmäßigem Wenden garen.

 

 

Alternativ zum Spieß lässt sich das Gemüse auch mit etwas Olivenöl, Gewürzen oder Feta in Backpapier zu kleinen Päckchen verpacken. Achten Sie darauf, dass sich das Papier nicht entzündet. In einer Grillschale sind die kleinen Gemüsepäckchen innerhalb von rund 30 Minuten gar.

Welches Öl ist ideal zum Grillen?

Auf dem Grill entstehen hohe Temperaturen von über 200°C. Das Öl für Marinaden und zum Benetzen des Grillgutes sollte deshalb möglichst hitzestabil sein.

 

Fette und Öle, die vorwiegend mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, eignen sich nicht und können bei hoher Hitze gesundheitsschädigende Verbindungen bilden: Leinöl, Kürbisöl, oder Distelöl sind beispielsweise ungeeignet. Auch Butter und Margarine disqualifizieren sich durch zu niedrige Rauchpunkte.

 

Kaltgepresstes Olivenöl verträgt hohe Temperaturen zwar etwas besser als andere nicht raffinierte Öle, aber das auch nicht allzu lange. Es eignet sich nur bedingt zum Grillen und wenn dann nur für Gemüse aus der Grillschale oder Kurzgebratenes wie Meeresfrüchte oder Fisch.

 

Ideal als Allrounder für den Grill sind hingegen hoch erhitzbare, raffinierte pflanzliche Öle wie Rapsöl, Erdnussöl oder Traubenkernöl.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Angrillen und guten Appetit!

Datum

01.04.2021