Hygge: mehr als nur Gemütlichkeit

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Die Tage werden kürzer, die Sonne wird zum seltenen Gast, die Bäume werden immer kahler und draußen weht ein eisiger Wind. Der Winter steht vor der Tür! Und mit ihm die gemütliche Jahreszeit:  Wir packen uns ein in dicke Wollpullis, kramen die Plüschsocken heraus und genießen die erste heiße Schokolade vor dem Kamin. Es wird hyggelig.

Wer hat’s erfunden?

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Seinen Ursprung hat „Hygge [ˈhʏgə]“ in der norwegischen Sprache, abgeleitet vom altnordischen „hyggja“, was so viel wie Gedanke oder Sinn heißt. Erst Ende des 18. Jahrhunderts tauchte der Begriff in der dänischen Schriftsprache auf, seitdem haben die Dänen sich den Begriff zu eigen gemacht. Den höchsten Bekanntheitsgrad erlangte das Wort  im Jahr 2016, als dänische Autoren wie Marie Tourell Söderberg und Meik Wiking Hygge zur Hauptfigur ihrer Bücher machten. Seither betreibt man in Dänemark Hygge in Perfektion! Auch wenn es nicht die eine Übersetzung gibt, bedeutet es so viel wie Gemütlichkeit, Geborgenheit und Heimeligkeit. Es beschreibt eine Art Lebensgefühl und ist längst Teil der skandinavischen Kultur.
Und glaubt man den Statistiken, so scheint dieser Lebensstil seine Wirkung zu haben. Der jährliche „Word-Happiness-Report“ lässt keine Zweifel offen, in den skandinavischen Ländern lebt es sich offenbar besonders glücklich. Nachdem es sich in den vergangenen Jahren Dänemark und Norwegen auf dem Thron abwechselnd gemütlich gemacht haben, heißt der Sieger im neusten Bericht von 2018 Finnland. Deutschland landet im Vergleich dazu auf Platz 15 von 156 Ländern. Also warum nicht einfach etwas von diesem Lebensgefühl abgucken?
 

Das kleine Einmaleins

Hygge umschreibt also ein Lebensgefühl und ist so vielseitig wie individuell:
Ob nun für den einen als Wärme und Geborgenheit oder beim Zusammensein mit Freunden und Familie wahrgenommen. Für den anderen wird es auf dem knautschigen Sofa oder im kuscheligen Lieblingspulli hyggelig. Für wieder einen anderen ist Hygge ein Genuss: eine dampfende Käsesuppe  oder der Glühwein (dänisch: „Gløgg“) auf dem Weihnachtsmarkt. Alles weit entfernt von Schnelllebigkeit, Stress und Hektik.
 

# Ruhe und Gelassenheit

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Der Winter klopft an die Tür. Die Reifen müssen noch gewechselt werden? Der Wintermantel vom letzten Jahr tut es nicht mehr? Die Kinder freuen sich schon auf den jährlichen Adventskalender? Na und? Erst einmal eine heiße Schokolade aufsetzen, mit einer großzügigen Portion Sahne versehen. Die Kuscheldecke aus dem Korb kramen und die Lieblingsserie starten.
Der größte Feind von Hygge ist nämlich Stress. Stress und Gelassenheit passen einfach nicht zusammen. Das Grundrezept lautet: die Seele baumeln lassen, einen Gang zurückzuschalten. Gemütlich machen und sich selbst belohnen!
 

#2 Wärme

Im Oktober schaltet man die Heizung noch nicht an? Eine gefüllte Badewanne bedeutet Wasserverschwendung? Für einen dampfenden Eintopf ist es noch zu früh? Der Kaschmir-Pullover ist viel zu teuer? Quatsch! Sehnt sich der Körper nach Wärme, dann sollte man diesem Bedürfnis auch nachkommen. Wärme bedeutet Wohlfühlen. Nur die Wenigsten würden von sich aus behaupten, dass sie gerne frieren.  Der Mensch sehnt sich nach Geborgenheit und die findet man selten in einer ausgekühlten Wohnung.

#3 Soulfood

Eigentlich fehlen noch fünf Kilo zum Wunschgewicht? Die Pasta mit doppeltem Käse passt nicht in den ambitionierten Low-Carb- oder Clean-Eating-Plan?

Was soll’s! Die Zeit der Oversize Pullis hat begonnen - da fällt das ein oder andere Kilo mehr auf den Hüften gar nicht mehr auf. Und wann gab es zuletzt einen großen Teller der Lieblingspasta oder ein Schokotörtchen mit flüssigem Kern? Schlemmen kann Balsam für die Seele sein – ob in einer geselligen Runde oder zu Hause auf der Couch beim Lieblingsfilm.


Und auch für diejenigen, die streng an ihrer Diät festhalten wollen. Eine Ausnahme pro Woche darf sein. Das schlechte Gewissen muss auch mal Urlaub haben.

Glücksrezept

Die richtige Mischung macht’s und da hat jeder sein ganz eigenes Rezept. Sollte also der nächste stressige Moment bevorstehen, erst einmal zurücklehnen, sich besinnen und tief durchatmen. Anstelle der Angewohnheit „Was du kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen!“ lohnt es sich, mal einen neuen Weg auszuprobieren, einen Gang rauszunehmen und frei nach dem Motto „Mache ich, nur nicht heute!“ zu handeln. Und warum die dadurch gewonnenen Minuten nicht zum Genießen eines Wohlfühl-Gerichts nutzen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem köstlichen Makkaroni-Käseauflauf?


Unser Glücksrezept  zum Jahresende steht fest: Die Liebsten zusammen am festlich geschmückten Tisch,  knisterndes Holz im Kamin, die alljährliche Weihnachts-CD und ein leckeres Glas Wein. Wir freuen uns schon auf ein köstliches Weihnachtsmenü mit unseren Liebsten. Und das dieses Jahr ganz ohne Stress und lange Vorbereitungen.
Sie sehnen sich auch nach stressfreien Weihnachten? Hier geht es zu unseren Weihnachts-Boxen!
 

Datum

14.11.2018