In fremde Töpfe geschaut - Taste of India

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Unsere Reise geht weiter, wir überschreiten erstmalig den Kontinent Europa und nehmen Kurs auf Asien – genaugenommen Südasien. Es ist eine kulinarische Reise in die Welt der Gewürzmischungen und regionalen Spezialitäten. Brot und Geflügel backen in heißen Lehm-Öfen, in der Luft liegt der Duft von Curry und Joghurt wird nicht gelöffelt, sondern getrunken. Erraten Sie wo wir sind? Ganz genau - unsere Reise führt uns nach Indien.

Willkommen in Indien

Das Land der scharfen Soßen und Gewürzpasten bietet mit 3.287.469 km² nicht nur eine gigantische Fläche, der Subkontinent ist auch durch seine vielfältige Landschaft geprägt:  Vom indischen Ozean im Süden, über den tropischen Regenwald im Osten, bis hin zu den Gipfeln des Himalaya-Gebirges im Norden. So grundverschieden wie die Vegetation ist auch das Essen – denn die „eine“ indische Küche gibt es nicht. Grund dafür sind neben den klimatischen und geographischen Begebenheiten auch die kulturellen und religiösen Einflüsse. Einige Klassiker der verschiedenen Regionen haben wir uns herausgegriffen und stellen sie Ihnen näher vor.

Wussten Sie’s?

Mit einem Anteil von 38 Prozent ist Indien der Staat mit den meisten Vegetariern weltweit. Dagegen wirken wir Deutschen (Platz 6) mit 9 Prozent Vegetariern weit abgeschlagen.  Die gängige Religionszugehörigkeit in Indien ist der Hinduismus, bei welchem der hauptsächliche Verzehr von vegetarischen Speisen verbreitet ist. Ein vegetarischer Klassiker ist z.B. Malai Kofta. Diese Gemüsebällchen erhalten durch den typisch indischen Paneer-Käse eine besonders luftige Konsistenz und baden in einer würzigen Tomatensoße aus Koriander und Garam Masala – wir versprechen Ihnen, hier wird Ihnen kein Fleisch fehlen.

Die Kuh gilt übrigens in Indien als heilig, sodass Sie in typisch indischen Gerichten kein Rindfleisch finden werden. Speisen mit Huhn sind hingegen in allen Bevölkerungsschichten und Regionen beliebt. In Nordindien sorgen Lamm- und Ziegenfleisch für ein besonders intensives Aroma. Ernährungsphysiologisch machen die Inder übrigens vieles richtig: Die hauptsächlich gemüsebetonte Kost kann sich positiv auf die Blutfettwerte auswirken und ernährungsbedingte Erkrankungen des Herzkreislaufsystems vorbeugen. Und auch der Verzehr von Meeresfrüchten und Gewürzen tut sein Übriges.

Die sechs Geschmäcker

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Anders als wir es in Europa kennen, sprechen die Inder nicht von fünf, sondern gleich von sechs verschiedenen Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, würzig (umami), bitter und „zusammenziehend“. Nur wenn alle Geschmäcker in einer Mahlzeit vereint sind, gilt die Speise als ausgewogen.
 


Dies erklärt auch die Fülle an Gewürzen und verschiedenen Mahlzeitenkomponenten, die häufig in zahlreichen Schalen gereicht werden, bekannt als indische Thalis: Würzige Curries gesellen sich zu scharfen Chutneys, gepickeltem Gemüse und löschendem Joghurt. Anschließend gibt es einen würzigen Chai. Nebenbei können einige Lebensmittel und Zutaten wie Chili, Ingwer und Kurkuma eine gesunde Verdauung begünstigen. Gewürznelken und Kardamom gelten darüber hinaus antiseptisch. Dies sind nur wenige Beispiele von typisch indischen Zutaten, die sich positiv auf den Organismus auswirken können.

Nordindien

Nordindien beeindruckt nicht nur durch die pulsierende Hauptstadt Delhi, sondern auch durch das höchste Gebirge der Erde - das Himalaya-Gebirge -, die fruchtbare und grüne Ganges-Ebene und die karge Wüste Thar.

Die Landschaft legt schon nahe, dass Sie in diesem Bereich Indiens weniger Fischgerichte und mehr Fleischgerichte finden werden. Berühmt ist der Norden Indiens für seine kräftigen Curries mit Lamm-, Ziegen- oder Hühnerfleisch und die würzigen Tandoori-Gerichte.

 

Die Inder veredeln die Speisen häufig mit Joghurt oder Ghee- einer geklärten Butter. Diese Art der Zubereitung nennt sich Muglai-Küche. Charakteristisch hierfür ist Hühnerfleisch, welches die Einheimischen über Nacht in einer exotischen Joghurt-Marinade aus Nelken, Zimt, Muskat, Kurkuma, Kreuzkümmel und natürlich Garam Masala – der Gewürzmischung und sogenannten Geheimzutat Indiens – einlegen. Scharf angebraten und anschließend in einer würzigen Soße pochiert, entsteht das Mughlai Chicken.

Ostindien

Bekannt ist der Osten Indiens für seine Süßspeisen und Desserts: So zum Beispiel Khir, ein aromatischer Reispudding. Neben Reis und Gemüse zählen Süßwasserfische zu den Grundnahrungsmitteln. Die ostindische Küche ist berühmt für ihre Fisch Curries, besonders populär ist Hilsa, ein in Kürbisblättern gedämpfter Fisch.

Südindien

Der Süden ist geprägt durch seine scharfen und hauptsächlich vegetarischen Curries. Das tropische Klima und die Nähe zum Pazifik ermöglichen eine Fülle an Gemüse, Früchten, Fisch und Meeresfrüchten. Aufgrund der vielen Kokospalmen verwenden die Einheimischen in fast jedem Gericht Kokosmilch, - raspeln oder –öl. Auch das Kokosnusswasser, welches wir in Deutschland mittlerweile auch als Erfrischungsgetränk schätzen gelernt haben, trinken die Inder in rauen Mengen. Besonders beliebt ist das aromatische Biryani, eine Art Gemüsereis mit vielen Röstaromen.

Aber auch Gerichte mit Linsen sind im Süden üblich, z.B. Dal Bhat, was so viel heißt wie „Linsen mit Reis“. Dazu reichen die Inder Naan-Brot oder Chapati – ungesäuertes Fladenbrot aus Weizenvollkorn - und gepickeltes Gemüse. Mit den vielen enthaltenen Ballaststoffe sorgen die Gerichte für eine langanhaltende Sättigung.

Ein beliebter Frühstücksklassiker, welchen wir Ihnen nicht vorenthalten möchten, ist übrigens Idly, ein Linsenküchlein aus fermentierter Butter, eingeweichtem Reis und Linsen. Zu dem leicht sauer schmeckenden Kuchen servieren die Einheimischen häufig Kokosnuss-Chutney oder Minz-Joghurt.

Westindien

Im Westen Indiens finden Sie vor allem ein reichhaltiges Angebot an Fischgerichten und Meeresfrüchten, was auf die Küstenregionen Goas und Gujarats zurückzuführen ist.

Besonders bekannt ist Bombay Duck, hierbei handelt es sich übrigens nicht um ein Gericht mit Ente, sondern ein Curry mit Fisch.
Eine typische Grundzutat, die im Westen Indiens nicht fehlen darf, ist Hirse. Zu Fisch Curries oder Schalentieren bekommen Sie hier Bhakari, ein Brot aus Hirsemehl und Wasser, gereicht.

Indien hautnah

Sie möchten Indien hautnah erleben? Bevor Sie sich eine Vielzahl an Gewürzen und besonderen Zutaten zulegen, können Sie mit unseren Spezialitäten „The Taste of India“ entdecken. Wir haben Ihnen eine besondere Auswahl an Klassikern der indischen Küche zusammengestellt:

 

Von vegetarischen Gerichten, wie unserem Linsen-Gemüsegericht Dal Makhanie mit Auberginengemüse oder einem Kichererbsen Masala, bis hin zu einem Tandoori Chicken oder Chicken Tikka Masala – hier bleiben keine Wünsche offen. Und natürlich darf auch das typische Tandoori Naan-Brot nicht fehlen!

Wir haben uns bei den Rezepturen an den originalgetreuen Gewürzen und Zubereitungsarten orientiert, um Ihnen die indische Küche so authentisch wie möglich an dem heimischen Esstisch zu zaubern. Probieren Sie es aus!

Unsere Reise geht weiter

Mit Indien haben wir nun einen kleinen Teil der kulinarischen Welt Asiens kennengelernt. Doch es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Bei unserem nächsten Halt werfen wir einen genaueren Blick in die Töpfe Chinas. Lassen Sie sich diese köstliche Entdeckungsreise nicht entgehen.

Entdecken Sie The Taste of India 

Datum

24.07.2020