Knödel und Klöße: Köstlich kleine Herzenswärmer im Winter

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Geschichten über Knödel- und Kloßmahlzeiten sind bereits aus dem 11. Jahrhundert bekannt. Auch heute schmecken sie uns nicht nur in Deutschland noch gut, sondern überall auf der Welt. Ein Knödelgericht ist überall eine meist einfache, leckere Hausmannskost, die wenig Fleisch braucht und trotzdem satt macht. Gerade in der Winterzeit lieben wir sie zum Festtagsbraten mit viel leckerer Soße.


Das Internet hält eine nahezu unendliche Anzahl toller Rezepte für Knödel und Klöße bereit, doch soviel ist sicher: So lecker die kleinen, runden Kugeln auch schmecken, sie haben auch ihre Tücken. Für die Zubereitung sollte ausreichend Zeit eingeplant werden und ein wenig Erfahrung hilft auch, am Ende ein tolles Ergebnis zu erhalten. Schlau ist der, der ein paar Tricks beachtet, die wir Ihnen nachfolgend beschreiben.
 

Kleine Knödelkunde

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Knödel oder Klöße, wie heißen sie denn nun? Beide Namen meinen die gleiche Köstlichkeit, also ist der Name reine Mundart: In Nord- und Westdeutschland sagt man eher „Kloß“. Im Rest des Landes ist der Begriff aus Österreich und Südtirol zu uns herübergeschwappt, dort heißen sie „Knödel“. Eigentlich sind sie „nur“ Beilage, aber für Knödelliebhaber sind sie doch so viel mehr und hängen oft mit schönen Winter- und Kindheitserinnerungen zusammen: Gemütliche Familienessen, Festtagsbraten mit viel leckerer Soße und wertvolle Zeit mit den Lieben.


Süße Knödel. Knödelkenner sagen, sie sind das Beste, das aus Österreich zu uns gekommen ist. Marillenknödel bestehen aus Quarkteig – in Österreich heißt er Topfenteig – und sind im Originalrezept mit Aprikosen, Zwetschgen oder Schokolade gefüllt. Auch Grießknödel und Milchreisknödel sind sehr beliebt und können wie Marillenknödel geformt und gefüllt werden. Aus Hefeteig bestehen die köstlichen Germknödel, die auch bekannt sind als Dampfnudeln. Sie schmecken lecker mit Frucht- oder Mohnfüllung und Vanillesoße. Süße Knödel sind häufig mit einer Masse aus Butterbröseln, Nussbröseln oder Chilibröseln ummantelt.


Kartoffelknödel. Die herzhaften Kartoffelknödel können aus gekochten oder rohen Kartoffeln oder auch aus Mischungen von beidem sein – reine Geschmackssache und regional ganz unterschiedlich. Klöße aus gekochten Kartoffeln sind lockerer und weicher, rohe Kartoffelklöße fester und glasiger. Die Zubereitung von selbstgemachten Kartoffelknödeln verlangt ein wenig Erfahrung, denn ist das Wasser zu heiß, fallen sie auseinander. Ist das Wasser nicht heiß genug, werden sie nicht gar. Um Frust und Stress zu vermeiden, kann man zum Beispiel auf Tiefkühlknödel zurückgreifen. Sie schmecken so lecker wie bei Oma und man kann die gewonnene Zeit in eine liebevolle Soßenkreation einbringen.


Semmelknödel. Semmelknödel werden aus alten, trockenen Brötchen gemacht. Die trockenen Semmeln in Würfel schneiden, in warmer Milch einweichen und mit Butter, gehackter Zwiebel, Eiern und Kräutern zum Knödelteig vermengen. Semmelknödel wie Kartoffelknödel zu Kugeln rollen und in kochendem Salzwasser garen. Auch hier darf das Wasser nicht zu stark kochen, dann fallen die Klöße schnell auseinander.


Serviettenklöße. Der Kloßteig ist identisch mit dem des Semmelknödels. Er wird zu einem dicken Kloß oder noch häufiger zu einer Rolle gedreht. Früher wurde diese Rolle in eine Stoffserviette eingefüllt (daher der Name) und damit in kochendem Wasser gegart. Statt einer Serviette verwendet man heute eher eine Kombination aus Frischhalte- und Alufolie. Durch die Umhüllung ist der Serviettenkloß gelingsicher, da er nicht so leicht auseinander fallen kann. Aus einigen Brötchen oder Brezeln von gestern ist der Serviettenkloß recht schnell und simpel gemacht. Wir haben in unserer bofrost*Rezeptwelt leckere Rezepte hierzu für Sie bereitgestellt.
 

Knödel selbstgemacht: Herausforderungen und Auswege

Sicher, selbstgemacht ist unschlagbar lecker, aber die Sache mit den selbstgemachten Knödeln ist bei Weitem nicht so einfach, wie es uns die vermeintlich gelingsicheren Knödelrezepte weismachen wollen. Ein paar nützliche Tipps können schon helfen, damit beim Knödelkochen kein Frust aufkommt:


Knödel sollten keine Spontanaktion sein. Die Zubereitung des Knödelteiges ist schon einmal etwas aufwendiger. Für Kartoffelknödel zum Beispiel müssen die Kartoffeln gekocht, gepellt und noch warm zu einem Teig zerkleinert und verarbeitet werden: Da ist der Koch oder die Köchin schon eine Weile beschäftigt. Holen Sie sich Hilfe an die Seite oder planen Sie ausreichend Zeit ein, um Stress zu vermeiden.


Alle Zutaten müssen bei der Teigherstellung Raumtemperatur haben. Zu heiße Zutaten ergeben einen feuchten Teig, der sich schlecht verarbeiten lässt. Damit die Klöße gut zusammenkleben und nicht zu hart werden, braucht es die richtige Menge Stärke oder Mehl. Je nach Kartoffelsorte ist das jedoch unterschiedlich und braucht Erfahrung. Suchen Sie im Internet ein Video über die ideale Konsistenz von Knödelteig. Wenn Sie einmal wissen, wie es geht, ist die Zubereitung viel einfacher und bringt Sicherheit – warum sich unnötig sorgen, bevor es ans Kochen geht?
 

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Knödelteig muss quellen. Damit er nicht auseinanderfällt, muss Knödelteig eine Zeit lang ruhen. Bereiten Sie den Knödelteig am besten schon am Vortag zu. Einfach den fertigen Teig in einer verschlossene Schüssel über Nacht im Kühlschrank aufbewahren – das erspart Zeit am Festtag. Achtung: Rohe Knödel sowie Knödelteig mit rohen Kartoffeln werden schnell braun. Hier wird auf das Quellen verzichtet und sofort fertig gegart.


Ein bisschen Teig bleibt immer an den Händen kleben, das lässt sich kaum verhindern und gehört zum Knödelrollen dazu! Zur Formung der Knödel sollten Sie immer mit feuchten Händen arbeiten.


Alle Klöße müssen gleich groß geformt sein, nur so sind sie auch gleichzeitig gar. Es lohnt sich also, die einzelnen Knödelportionen kurz abzuwiegen. Es müssen nicht alle Knödel auf das Gramm genau gleich viel wiegen – in etwa sollten sie aber alle gleich groß sein.


Das Wasser darf nicht kochen! Bei der Zubereitung müssen die Knödel „gar ziehen“, das Wasser muss sich nur leicht bewegen. Die Wassertemperatur liegt zwischen 75° C bis 95° C. Ist das Wasser heiß, lösen sie sich auf, ist es zu kalt, werden sie nicht gar. Knödelkochen ist immer auch ein Kochevent, wer es mag und möchte! Wenn Sie es sich aber mal ein bisschen einfacher machen möchten, sind unsere bofrost*Knödel und bofrost*Klöße eine tolle Alternative.

 

Der Knödelrest vom Fest

Jeder von uns kann einen Beitrag leisten, damit weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Oft haben wir zu viel eingekauft oder auf Vorrat bzw. mehr gekocht als wir benötigen. Kaum zu glauben, aber sogar Knödel bleiben hin und wieder übrig. Viel zu schade, um sie wegzuwerfen. Hier haben wir zwei einfache, unkomplizierte Verwendungsmöglichkeiten für „Knödel von gestern“ für Sie:


Knödel-Croutons. Einfach kalte, übriggebliebene Knödel in kleine Würfel schneiden und in Butterschmalz kross anbraten. Abkühlen lassen und noch warm über einen leckeren gemischten Salat streuen. Alternativ können Sie die Croutons z.B. auch super für eine Creme-Suppe mit Semmelknödel-Croutons verwenden.


Bauernomelette mit Knödelwürfeln. Kalte Knödel würfeln, Zwiebeln und verschiedene Pilze in beliebiger Mischung klein schneiden und alles in eine beschichtete Pfanne geben, so dass der Boden gut bedeckt ist. Kräftig anbraten, salzen und pfeffern. Eier (je Portion zwei Eier) in einer Schüssel verquirlen, salzen, pfeffern und über die angebratene Mischung geben. Kleingehackte Kräuter nach Belieben hinzufügen. Braten bis die Eiermasse stockt und dabei vorsichtig wenden. Anschließend auf Tellern anrichten. Probieren Sie es doch einfach selber aus!


Übrigens, wer es ganz einfach haben möchte: Übriggebliebene Knödel können am Folgetag ganz einfach im Wasserbad oder in der Mikrowelle nochmals aufgewärmt werden!
 

bofrost* wünscht Ihnen einen guten Appetit!

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Datum

13.12.2019