Sommerzeit ist Kräuterzeit, oder?

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Die Sonne scheint und strahlend grüne Kräuter wachsen im Wald, im Kräuterbeet oder auf dem Balkon. Besonders in den warmen Monaten ist die Vielfalt dieser kleinen Geschmacksgeber sehr groß und die Möglichkeiten beim Kochen fast grenzenlos. Egal ob in herzhaften oder in süßen Gerichten ist eine Portion leckere Kräuter garantiert eine Bereicherung für den Geschmack.

 

In unserem neuen Blogtext zeigen wir Ihnen, welche Kräuter wann Saison haben und in welchen Küchen sie typisch sind. Außerdem schauen wir uns für Sie die Wirkung von Kräutern auf unsere Gesundheit näher an und geben Ihnen interessante Tipps und kreative Rezepte mit in Ihre Kräuterküche.

 

Der kleine Kräuterkalender

Mit frischen, saftigen Kräutern verbinden die meisten ein sonniges und warmes Wetter. Tatsächlich mag es die Mehrzahl der Kräuter wirklich am liebsten warm, doch auch im Frühling, Herbst und Winter hält die Natur einige Schätze bereit:

 

Besonders wohl im Warmen fühlen sich Dill, Salbei, Estragon und Majoran, die im Juni, Juli und August die beste Reife aufweisen. Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Oregano, Rosmarin oder Thymian wachsen bis in den Herbst hinein. Weniger anspruchsvoll sind zum Beispiel Schnittlauch und Kerbel, die sich von Frühling bis Herbst in der Natur wiederfinden.

 

Bärlauch und Minze unterscheiden sich dagegen in ihren optimalen Erntezeiträumen deutlich von anderen Kräutern: Bärlauch hat die kühle Zeit des Frühlings am liebsten und Minze wächst sogar ganzjährig.

Unsere Kräuterklassiker

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In der deutschen Küche wird traditionsgemäß eine sehr große Palette an Kräutern verwendet. In warmen Gerichten sind Majoran, Thymian, Bohnenkraut und Liebstöckel Klassiker, die viele in getrockneter Form im Schrank haben. Petersilie, Schnittlauch und Dill kommen meist frisch oder tiefgefroren in unsere Töpfe, Soßen und Dressings.

 

Zusätzlich haben sich viele Kräuter in unseren Küchen etabliert, die ursprünglich aus dem mediterranen Raum stammen. So verwenden wir Basilikum, Rosmarin, Salbei und Oregano auch entsprechend ihres Ursprungs am liebsten in mediterranen Gerichten. Auch Lavendel stammt ursprünglich aus dem Süden und ist aktuell ein echtes Trendkraut. Probieren Sie zum Beispiel Lavendel als Steak-Gewürz, im Eis oder in einer Zitronen-Tarte. Alle Information zum Thema Lavendel finden Sie in unserem Blogtext.

 

Auch die vielen Facetten der asiatischen Küche erfreuen sich aktuell großer Beliebtheit. Das mit Abstand verbreitetste Kraut aus Asien ist im europäischen Raum Koriander. Wir bei bofrost* wissen die scharfe Würze auch zu schätzen und verwenden Koriander zum Beispiel gerne in unseren Falafel-Bällchen oder den Enteninnenfilets Thai Style.

 

Warum Kräuter immer grün sind

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Ihnen ist bestimmt schon aufgefallen, dass die meisten Kräuter grün sind. Dies liegt an dem sogenannten Chlorophyll, welches zu den sekundären Pflanzenstoffen gehört. In Pflanzen ist der grüne Farbstoff ein wichtiger Bestandteil der Photosynthese, bei der, vereinfacht gesagt, Energie aus Sonnenlicht produziert wird.

 

Als sekundärer Pflanzenstoff werden aber auch viele positive gesundheitliche Effekte diskutiert. So trägt das Chlorophyll möglicherweise zur Hautgesundheit bei, könnte chronischen Krankheiten vorbeugen und eventuell die Blutbildung unterstützen.

 

Ausreichend belegt ist derweil, dass chlorophyllreiche Lebensmittel wie grünes Obst und Gemüse – wozu natürlich auch Kräuter gehören – meist reich an unterschiedlichen Vitaminen sind, die wiederum auch positive Effekte auf unsere Gesundheit haben. 

 

Kräuter haltbar machen

Kräuter gehören eindeutig zu den empfindlicheren Lebensmitteln. Lange Aufbewahrungszeiten und einen groben Umgang mögen sie gar nicht. Nachfolgend zeigen wir Ihnen gängige Lagermethoden und berichten Ihnen von deren Vor- und Nachteilen:

 

Frische unverarbeitete Kräuter bekommen Sie meist in großer Auswahl entweder bereits gezupft oder noch im Kräutertopf. Selbst mit der richtigen Lagerung sind sie allerdings nur für eine kurze Zeit haltbar und verlieren schnell an Geschmack und wertvollen Inhaltsstoffen. Sie eignen sich daher besonders für die schnelle und vollständige Verwendung und bestechen dann durch ein kräftiges Aroma. Andererseits fällt ein erhöhter Arbeitsaufwand bei der Verarbeitung im Vergleich zu getrockneten und tiefgefrorenen Kräutern auf.

 

Bei getrockneten Kräutern ist die richtige Lagerung entscheidend für die Qualität. Die geschmacksgebenden Stoffe und Vitamine mögen den Kontakt zu Sauerstoff und Licht nicht, so dass eine UV-geschützte und sauerstoffarme Lagerung notwendig ist. Je nach Kraut kann sich der Geschmack durch die trockene Lagerung noch intensivieren, aber auch abmildern. Problematisch ist allerdings, dass der Vitamingehalt schon bei der Trocknung deutlich abnimmt und sich die Kräuter in der Küche erst wieder verwenden lassen, wenn sie rehydriert wurden – also wieder mit Flüssigkeit in Verbindung kommen.

 

Tiefgefrorene Kräuter lassen sich ohne Probleme über viele Monate lagern und verlieren dabei nur sehr langsam an Aroma. Auch die wichtigen Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe werden durch die Schockfrostung geschont und bleiben zum Beispiel besser erhalten als bei getrockneten Kräutern. Gereinigt und zerkleinert sind sie bereits küchenfertig und bereit für den Einsatz in Ihren Lieblingsgerichten.

 

Kreativ kochen mit Kräutern

Kräuter in Verbindung mit Fleisch, Soßen und Salatdressings kennen wir alle, doch gerade in der süßen Küche sorgen die richtigen Kräuter für neue Geschmackserlebnisse. Besonders mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Basilikum werden immer häufiger für Desserts eingesetzt. Am wichtigsten ist hierbei, vorsichtig zu experimentieren und nur kleine Mengen, die gut zu den restlichen Zutaten passen, zu verwenden.

 

Wenn Sie neugierig geworden sind, probieren Sie doch zum Beispiel Rosmarin-Panna-cotta mit Erdbeerkompott aus. Der Rosmarin gibt diesem Sahne-Dessert eine besondere Note und ergänzt sich toll mit den fruchtigen Erdbeeren, den säuerlichen Limetten und dem etwas herben Orangenlikör.

 

Passend zum Sommer empfehlen wir Ihnen in Sachen herzhafte Kräuterküche unser neues Rezept für grüne Kräuter-Shakshuka mit Feta und würzigen Croutons. Abgeschmeckt mit würzigem Currypulver und aromatischen Kräutern macht dieses Rezept satt und schmeckt zugleich erfrischend und modern. Probieren Sie es aus!

 

Seien Sie mutig und entdecken Sie die Kräutervielfalt!

Datum

02.07.2020