Raclette – Köstlich und vielfältig durch die Festtage

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Das Jahr neigt sich langsam dem Ende entgegen, die Festtage kommen und auch in einer kleinen, familiären Runde ist es das Wichtigste, dass es sich die Mitfeiernden gut gehen lassen und alle Geschmäcker auf ihre Kosten kommen. Egal ob Vegetarier, Veganer oder Allergiker: Raclette und Fondue sind zwei wunderbare Klassiker, die jedem Ihrer Liebsten ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden.

 

In unserem neuen Blogtext zeigen wir Ihnen viele kreative Tipps und Tricks rund um den ersten Klassiker, das Raclette, und haben zusätzlich einige interessante Fakten zusammengestellt, die auch gestandene Raclette-Fans noch überraschen werden.

Das Raclette – Ein (Festtags)klassiker aus der Schweiz

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Das Wort „Raclette“ stammt aus dem Französischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt „schaben“. Mit dem Namen wird ein direkter Bezug zu der traditionellsten Raclette-Variante hergestellt, bei der die oberste Schicht eines gegrillten und gerösteten Käselaibs mit einem Messer abgeschabt wird.

 

Eine der ersten Erwähnungen des Käseschmelzens reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück und wurde erstmals im Kanton Wallis in der Schweiz dokumentiert. Einer größeren Öffentlichkeit wurde das Raclette zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt. Hier wurde das Gericht auf einer industriellen Ausstellung als typische wallisische Nationalspeise präsentiert.

 

In der urtypischen Variante wird ein halber Laib eines Raclettekäses mit Hilfe eines offenen Feuers zum Schmelzen gebracht und dabei gleichzeitig geräuchert und gegrillt. Besonders unter traditionellen Raclette-Fans wird diese Zubereitungsform bis heute praktiziert, wobei spezielle Öfen, Tischgeräte oder Raclettesteine immer beliebter werden.

Auf den richtigen Käse kommt es an

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Bis heute gibt es besonders in der Schweiz viele Abwandlungen des original walliser Racletteskäses. Nachfolgend haben wir uns den Klassiker und einige gängige Varianten näher für Sie angeschaut:

 

Walliser Raclettekäse. Ist ein Rohmilchkäse, der fast ausschließlich im Kanton Wallis hergestellt wird und mit mindestens 50 % Fett i. Tr. einen vergleichsweise hohen Fettgehalt aufweist. Er schmeckt würzig und ist deutlich intensiver als industriell hergestellter Raclettekäse.

 

Schweizer Raclettekäse. Ist ein Käse aus pasteurisierter Milch mit einem Fettgehalt zwischen 46 und 54,9 % Fett i. Tr.. Er ist der am häufigsten für Raclette verwendete Käse und schmeckt meist ein wenig milder als das wallisische Orginal.

 

Weitere Varianten. Neben den Klassikern aus Kuhmilch werden Varianten aus Schafs- und Ziegenmilch immer beliebter. Auch Würzungen des Käses mit Knoblauch, Pfeffer, Trüffel, Paprika oder Kräutern erfreuen sich steigender Beliebtheit.

Diese Zutaten dürfen nicht fehlen

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Kreative Pfännchen und Zutaten bringen die notwendige Frische und Abwechslung in Ihren Raclette-Abend, jedoch gibt es einige bewährte Klassiker, die auf keinen Fall fehlen dürfen:

 

Käse. Das Beste für viele Liebhaber von Raclette ist der geschmolzene Käse, der herrlich geschmeidig, knusprig und würzig jede Zutat verfeinert. Daher gilt es bei der Mengenplanung, den Käse in keinem Fall zu unterschätzen! Rechnen Sie in etwa 150 Gramm pro Person. Da beim Käse auch in einer kleinen Runde die Vorlieben sehr unterschiedlich sein können, empfehlen wir eine Auswahl aus milden und kräftigen Sorten wie Gouda, Mozzarella, Butterkäse, Cheddar, Raclettekäse oder Emmentaler.

 

Fleisch. Am besten eignet sich Fleisch mit kurzen Garzeiten für die Zubereitung auf dem Raclette. Je nach Geschmack empfehlen wir zum Beispiel Hähnchen-Brustfilet, Rinderfilet oder -hüfte und Schweinefilet oder Schnitzelfleisch aus der Oberschale. Eine leckere Marinade bringt Abwechslung auf den Grill und verleiht dem Fleisch zusätzliche Würzigkeit.

 

Gemüse. Der Gemüseauswahl sind beim Raclette praktisch keine Grenzen gesetzt. Jeder am Tisch kann seine persönlichen Favoriten genießen und diese entweder in den Pfännchen oder direkt auf dem Grill zubereiten. Unsere Klassiker sind Mais, Zwiebeln, Zucchini, Broccoli, Paprika und Tomaten.

 

Beilagen. Für einen gelungenen Abend sollten Sie auch Beilagen für das Raclette einplanen. Besonders gut passen gekochte Kartoffeln, Baguette, gekochte Nudeln oder auch Tortellini, die überbacken mit Käse köstlich schmecken. Ein knackig frischer, herber Salat kann als Gegengewicht zum reichhaltigen Käse sehr lecker sein und die Tafel frisch bereichern.

 

Weitere Zutaten. Wie wäre es beispielsweise mit einem vorbereiteten Rührei, das Sie in die Pfännchen gießen und mit Krabben, halbierten Kirschtomaten oder Rucola kombinieren? Ebenfalls können Sie Salami, Kochschinken oder Bacon servieren. Wenn es vegetarisch werden soll, schmecken Räuchertofu und ganze gefüllte Pilzköpfe mit Käse überbacken super.

Kreative Pfännchen für Ihr Festtags-Raclette

Sie sind schon ein erfahrener Raclette-Profi oder probieren einfach nur gerne neue Kreationen aus? Dann ist unser kreatives Raclette-Pfännchen-Trio genau das Richtige für Sie:

 

Aprikosen-Steak-Pfännchen auf Baguette-Knusper. In diesem Pfännchen kombinieren Sie würziges Fleisch mit fruchtigen Aprikosen in einem leckeren Dressing. Mit knusprig gegrillten Brotscheiben und zartem Raclettekäse runden Sie das Pfännchen zu einem echten Erlebnis ab. Probieren Sie es aus!

 

Garnelen-Mango-Pfännchen mit Erbsen und Crème fraîche-Topping. Garnelen, Mango und Erbsen lassen sich nicht nur in Salat toll miteinander kombinieren. Köstlich gebacken mit Raclettekäse und verfeinert mit einem cremigen Topping ist dieses Pfännchen für alle Garnelenfreunde genau die richtige Wahl!

 

Veggie-Pfännchen mit Kräuter-Pilz-Frittata. Sie kombinieren angeröstete Zwiebeln und Champignons  mit Kräutern zu einer aromatischen Frittata. Mit würzigem Parmesan runden Sie dieses Pfännchen zu einer vegetarischen Kreation ab, die keine Wünsche offen lässt!

Etwas Süßes zum Abschluss bitte!

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Sie sind eigentlich schon satt und Ihre Pfännchen sind leer? Jetzt kommt der Nachtisch! Dafür muss der Raclettegrill nicht abgeräumt  werden – ganz im Gegenteil: Wischen Sie die Pfännchen mit Küchenpapier aus und entdecken Sie Raclette zum Nachtisch:

 

Bananen-Traum. Schneiden Sie reife Bananen in fingerdicke Stücke und legen Sie diese mit kleinen Zartbitterschokoladenstückchen oder Honig in Ihr Pfännchen. Dieses einfache und schnelle Raclettedessert ist für den Gastgeber genauso toll wie für die Gäste.


Mini-Pfannkuchen. Bereiten Sie einen Pfannkuchenteig zu. In einem kleinen Pfännchen gebacken können Sie die Pfannkuchen mit Nuss-Nougat-Creme, Zimt und Zucker oder jeder anderen süßen Lieblingszutat genießen.

 

Apple-Crumble. Schneiden Sie einen geschälten und entkernten Apfel in dünne Spalten. Bereiten Sie einen Streuselteig aus ca. 20 g Puderzucker und Butter mit 35 g Mehl zu. Auf den dünnen Spalten werden in den Pfännchen einige Streusel verteilt. Nach ca. zehn Minuten wartet ein kleiner duftender Nachtisch auf Sie. Dafür findet sich immer ein Platz im Magen!

 

Wir wünschen Ihnen besinnliche Festtage und guten Appetit!

Datum

24.11.2020