Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Heimat hat die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Nutri-Score in Deutschland als freiwillige Angabe eingeführt. Der Nutri-Score ergänzt die bestehenden Pflichtangaben wie die Nährwerttabelle am Produkt. Die Nutri-Score-Skala reicht von A (dunkelgrün) bis E (dunkelorange).
Diese Kennzeichnung bietet Orientierung beim Lebensmitteleinkauf und erleichtert den Vergleich von Lebensmitteln innerhalb derselben Produktkategorie miteinander.
Günstige Nährwertkriterien erhalten jeweils Punkte von 0 bis 5, für Protein können bis zu 7 Punkte vergeben werden (ausgenommen rotes Fleisch). Je höher der Gehalt an Gemüse, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten, Ölen wie Oliven-, Raps- und Walnussöl, Ballastoffen und Protein ist, desto höher ist auch die Punktzahl. Im Vergleich dazu erhalten die ungünstigen Nährwertkriterien Energie und gesättigte Fettsäuren jeweils Punkte von 0 bis 10, Zucker von 0 bis 15 Punkte und Salz 0 bis 20 Punkte. Je höher der Gehalt an Energie, gesättigten Fettsäuren, Gesamtzucker und Natrium ausfällt, desto höher ist auch die Punktzahl. Die Punktzahl der günstigen Kriterien wird dann von der Punktzahl der ungünstigen abgezogen:
(Summe ungünstiger Nährwertkriterien) – (Summe günstiger Nährwertkriterien) = Gesamtpunktzahl
Anhand dieser Gesamtpunktzahl wird im letzten Schritt der Nutri-Score, also die Farbkategorie mit dem entsprechenden Buchstaben, ermittelt. Die Zuordnung des Buchstaben geschieht nach einem Ranking, die Skala reicht von -17 bis +55. Je niedriger die Zahl des Nutri-Scores, desto günstiger ist das Nährwertprofil nach Berechnung des Nutri-Score-Algorithmus.
Der Nutri-Score wurde von unabhängigen Wissenschaftlern entwickelt und in Frankreich auf Initiative der Regierung im Oktober 2017 erstmalig eingeführt. Nach Frankreich folgten auch Belgien, Spanien, Portugal und Luxemburg. In Deutschland wird der Nutri-Score laut Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, ab Sommer 2020 als freiwillige Lebensmittelkennzeichnung eingeführt.
Bei der Berechnung des Scores orientiert man sich an den Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft. Da diese Erkenntnisse sich fortlaufend weiterentwickeln, muss der Nutri-Score regelmäßig überprüft und angepasst werden. Am 1. Januar 2024 ist nach mehr als 5 Jahren seit der Einführung eine Neuerung zur Berechnung des Nutri-Scores in Kraft getreten. Dies führte auch bei einigen bofrost*Produkten zu neuen Werten, obwohl Rezepturen oder Zutaten nicht geändert wurden.
Der Nutri-Score bietet Ihnen einen schnellen Überblick zur Nährwertqualität von Lebensmitteln. Er erleichtert somit die Auswahl von Produkten für eine ausgewogene Ernährung durch den Vergleich von Lebensmitteln innerhalb einer Produktgruppe.
Günstige Nährwertkriterien erhalten jeweils Punkte von 0 bis 5, für Protein können bis zu 7 Punkte vergeben werden (ausgenommen rotes Fleisch). Je höher der Gehalt an Gemüse, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten, Ölen wie Oliven-, Raps- und Walnussöl, Ballastoffen und Protein ist, desto höher ist auch die Punktzahl. Im Vergleich dazu erhalten die ungünstigen Nährwertkriterien Energie und gesättigte Fettsäuren jeweils Punkte von 0 bis 10, Zucker von 0 bis 15 Punkte und Salz 0 bis 20 Punkte. Je höher der Gehalt an Energie, gesättigten Fettsäuren, Gesamtzucker und Natrium ausfällt, desto höher ist auch die Punktzahl. Die Punktzahl der günstigen Kriterien wird dann von der Punktzahl der ungünstigen abgezogen:
(Summe ungünstiger Nährwertkriterien) – (Summe günstiger Nährwertkriterien) = Gesamtpunktzahl
Anhand dieser Gesamtpunktzahl wird im letzten Schritt der Nutri-Score, also die Farbkategorie mit dem entsprechenden Buchstaben, ermittelt. Die Zuordnung des Buchstaben geschieht nach einem Ranking, die Skala reicht von -17 bis +55. Je niedriger die Zahl des Nutri-Scores, desto günstiger fällt das Nährwertprofil nach dem Nutri-Score-System aus.
Die aktuellen Änderungen betreffen zum Beispiel die Inhaltsstoffe Zucker und Salz. Diese werden stärker gewichtet. Dadurch ändert sich der Nutri-Score bei einigen fertigen Gerichten (z.B. bei unserem Produkt Westfälisches Grünkohlgericht von B auf C).
Auch der Anteil an Ballaststoffen wird nun anders bewertet, um z.B. Vollkornprodukte und Weißbrot-Alternativen besser unterscheiden zu können.
Weißes Fleisch (Geflügel) und daraus hergestellte Produkte werden gegenüber Alternativen aus rotem Fleisch aufgewertet. (z.B. der Nutri-Score unseres Produktes Chicken Hawaii verändert sich von C auf B).
Fette, pflanzliche Öle und Nüsse werden nun ebenfalls anders bewertet. Die Gewichtung des Energiegehaltes erfolgt in Hinblick auf gesättigte Fettsäuren. Dies führt bei Produkten mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren zu einem verbesserten Score. In unserem Sortiment hat sich dadurch z. B. der Nutri-Score des Produktes Lachsfilet, naturbelassen von B auf A verbessert.
Doch, selbstverständlich können auch Genussprodukte Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Lebensmittel mit einem Nutri-Score von D oder E dürfen ohne schlechtes Gewissen gelegentlich auf ihrem Speiseplan stehen. Umgekehrt bedeutet eine Ernährung ausschließlich mit Lebensmitteln mit einem Nutri-Score von A nicht automatisch, dass sie insgesamt ausgewogen ist. Entscheidend ist die Vielfalt, die sich aus einem Mix unterschiedlicher Lebensmittel ergibt.
Das liegt in diesem Fall nicht daran, dass sich die Rezepturen unserer Produkte verändert haben, sondern an einer grundlegenden Veränderung in der Berechnung des Nutri-Scores, entwickelt von der Santé Publique, einer Unterorganisation des französischen Gesundheitsministeriums.
Seit dem 01. Januar 2024 wird für neu in Verkehr gebrachte Lebensmittel ein neuer Algorithmus angewendet, für bereits auf dem Markt befindliche Produkte gibt es eine zweijährige Übergangsfrist bis Ende 2025. Einige Algorithmusanpassungen sind zum Beispiel: Für den Zuckergehalt können nun mehr Negativ-Punkte erzielt werden und auch die Schwelle, ab wann der erste Negativ-Punkt für die Zuckermenge zu bekommen ist, wurde gesenkt. Mehr Negativ-Punkte können in Summe auch für den Salzgehalt (eine Umrechnung von Natrium in Salz entfällt zukünftig) erreicht werden.
Außerdem wurden sowohl die Mindestmenge an Ballaststoffen als auch die des Proteingehaltes angehoben. So können nun für die eher ungünstigen Nährstoffe mehr Negativ-Punkte erzielt werden, statt vorher maximal 40 nun maximal 55 und für die eher positiven Nährstoffe können max. 17 Positiv-Punkte (zuvor max. 15 Punkte) erreicht werden. Die Umstellung des Nutri-Score erfolgt schrittweise. Dadurch kann es dazu kommen, dass der Score zwischen Nährwerttabelle, Verpackung und Online-Shop zeitweise abweichen kann.