Mood Food – Wie Essen glücklich machen kann

Header.jpg

Diäten helfen beim Abnehmen. Sporternährung beflügelt zu Höchstleistungen. Doch welche Lebensmittel machen uns eigentlich glücklich? Und wie funktioniert das genau? Besonders in der aktuell sehr belastenden Situation durch den Corona-Virus, kommen kleine Stimmungsaufheller durch unsere Ernährung grade richtig!

Nährstoffe mit Gute Laune-Effekt

healthy-food-selection-picture-id1005962188.jpg

Schon mal darüber nachgedacht? Für jeden Gedanken, jede Bewegung, für jeden Traum, den Sie träumen und jede Zeile, die Sie lesen, benötigt Ihr Gehirn Energie und Nährstoffe. Und diese bezieht es aus der Nahrung. Was Sie Ihrem Organismus zuführen, führen Sie auch Ihrem Gehirn zu. Kein Wunder also: Was sie essen, beeinflusst auch, was Sie fühlen.

 

Das Gehirn ist Teil des Körpers. Stimmungen ergeben sich aus dem Zusammenspiel zwischen Körper und Geist und deshalb ist festzuhalten: Die Antwort auf die entscheidende Frage „Welche Ernährung ist gesund?“ beantwortet auch die Frage danach, welche Ernährung langfristig glücklich macht. Doch wie sieht es aus, wenn wir kurzfristig einen echten Stimmungsaufheller brauchen?

 

Ernährungspsychiater betonen diesbezüglich auch die Bedeutung von bestimmten Mikronährstoffen für die geistige Gesundheit. Das sind zum Beispiel Flavonoide, B-Vitamine, Selen und vor allem Omega 3-Fette sowie Tryptophan.

Omega-3 – Balsam für die grauen Zellen

Viel Obst und Gemüse sind wichtig, aber auch viel gutes Öl und Fisch: Darin enthaltene Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Zellgesundheit und -kommunikation im Gehirn. Studien legen nahe, dass eine optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren das Risiko an einer Depression zu erkranken, senken könnte.

 

Heute ist die optimale Versorgung mit Omega-3 nicht so selbstverständlich wie vor hundert Jahren: Leinöl, eine der wertvollsten Quellen für Omega-3-Fettsäuren überhaupt, war damals ein Grundnahrungsmittel. Mittlerweile spielt es in der Küche fast keine Rolle mehr. Schade, denn Omega-3-Fettsäuren sollten nicht nur aus Gründen der geistigen Gesundheit auf dem Speiseplan stehen. Auch heute können die nussigen Leinsamen ein Frühstücksmüsli bereichern und die wertvollen Fettsäuren stecken zum Beispiel auch in Fisch oder Eiern. 

Lebensmittel mit reichlich Omega-3

·         Fisch (Makrele, Lachs, Hering, Sardinen, Schalentiere)

·         Lebertran

·         Leinöl und Leinsamen

·         Walnüsse

·         Eier

·         Milchprodukte

·         Spinat

·         Rosenkohl

Serotonin – Das Glückshormon

Eine weitere wichtige Brücke zwischen Ernährung und Wohlbefinden ist Serotonin, ein Neurotransmitter, der seit einiger Zeit als "Glückshormon" und somit als Einflussfaktor auf unsere Stimmung und Psyche bekannt ist.

 

Serotonin erfüllt in sehr unterschiedlichen Körperbereichen sehr unterschiedliche Funktionen. Im Zentralnervensystem ist es an der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus, des Appetits, Sexualverhaltens, und des Schmerzempfindens beteiligt. Außerdem reguliert es die Stimmungslage.

 

Doch wie bildet der Körper das notwendige Serotonin? Durch die Umwandlung von Tryptophan, einem Eiweißbaustein, der über die Ernährung aufgenommen werden muss. 

Besonders reich an Tryptophan sind:

·         Geflügel

·         Eier

·         Käse & Milchprodukte

·         Fisch

·         Nüsse

·         Soja

·         Hülsenfrüchte

·         Getreide

 

Passendes aus der bofrost*Rezeptwelt: Das genial einfache „One Pot“ Chicken, Kichererbsennudel-Pfanne in Zucchini mit Joghurt-Dip oder Gemüse-Frittata mit italienischem Brokkoli-Reis.

Von Seelentröstern und Glücklichmachern

Einerseits beeinflusst unsere Ernährung unsere Stimmung, andererseits hat unsere Stimmung auch Einfluss auf unser Ernährungsverhalten. Sie hatten einen schlechten Tag? Wie wäre es mit Lasagne oder Pfannkuchen? Pudding zum Nachtisch? Für viele sind das echte Seelentröster, die die bösen Geister vertreiben.

 

Bestimmte Gerichte oder süße Snacks sind tatsächlich Balsam für die Seele. Und das lässt sich nicht mit Nährstoffen oder Neurotransmittern erklären. Vielmehr sind solche Vorlieben das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels zwischen Psyche und Ernährung.

 

Es sind die Erinnerungen an die Kindheit, Mamas Spaghetti Bolognese, Omas Zitronenkuchen, oder einfache Nudeln mit Tomatensoße, die in uns Gefühle der Geborgenheit hervorrufen. Die Gerichte, die wir kennen und lieben - emotionale Gerichte, die uns Halt geben.

 

Dass es oft fettige, süße und damit energiereiche Speisen sind, die wir als Seelentröster empfinden, lässt sich hingegen wissenschaftlich einordnen: Um auch in kargen Zeiten überleben zu können, waren unsere evolutionären Vorfahren darauf angewiesen, bei jeder Mahlzeit möglichst viele Kalorien aufzunehmen. Und obwohl die Steinzeit lange her ist und wir uns jederzeit am Kühlschrank bedienen können, belohnt unser Gehirn uns für den Verzehr von Kalorienbomben. 

Seelenfutter – tut gut, aber gemäßigt

Wichtig: Essen dient nicht der gezielten Steuerung von Gefühlen. Essen soll Spaß machen, gut schmecken und den Körper mit notwendigen Nährstoffen und Energie versorgen.

 

Das Bedürfnis nach Geborgenheit und Glück sollte nicht mit dem Hungergefühl verwechselt werden. Experten sprechen von Emotional Eating, wenn pausenlos genascht und gegessen wird, um Stress oder schlechte Gefühle zu kompensieren. Essen, ohne Hunger zu haben, kann zu Übergewicht und einer unausgewogenen Ernährung führen.  

 

Ein Seelentröster als Helfer in stressigen Zeiten tut gut. Wer aber regelmäßig in maßloses Stress-Essen oder Stress-Hungern verfällt, tut seiner Gesundheit und Psyche damit auf Dauer keinen Gefallen.

Mood Food und Seelentröster für die (Corona-)Krise

breakfast-in-a-cafe-food-lifestyle-concept-picture-id1045043934.jpg

Die Corona-Krise verlangt uns einiges ab. Kontaktsperren und Selbst-Isolation stellen unseren Alltag auf den Kopf. Jetzt ist es wichtiger denn je, aktiv etwas für die eigene körperliche und geistige Gesundheit zu tun.

 

Bleiben Sie in Bewegung und sorgen Sie für eine ausgewogene, bunte Ernährung. „Eat the rainbow!“ empfehlen englischsprachige Ernährungsforscher. Das tut Ihnen gut.

 

Hier und da ein Seelenschmeichler: Auch das ist in diesen Zeiten definitiv erlaubt.

Lesen Sie hier, was Sie ansonsten tun können um die Krise gesund und fit durchzustehen.

Datum

09.04.2020