Kaltes Suppenvergnügen – Sind Sie bereit für eine Erfrischung?

Header_desktop.jpg

Mussten Suppen für Sie bislang immer dampfend heiß sein? Sie verbinden Suppen mit kalten, verregneten Wintertagen? Dann ist nun höchste Zeit, mal etwas Neues zu probieren!

Eine Erfrischung muss nicht immer süß und klebrig sein. Sie kann auch anders - nämlich samtig, exotisch, herzhaft und sättigend.
Wir geben Ihnen Rezeptinspirationen und verraten Ihnen, weshalb kalte Suppen im Sommer ruhig mal öfters auf Ihrem Speiseplan stehen sollten.
 

Wer hat‘s erfunden?

Unsere Nachbarn machen es vor! In Spanien zählt die Gazpacho andaluz – eine kalte andalusische Gemüsesuppe – längst zu den Nationalgerichten. Die Spanier essen sie klassisch mit Tomaten, Paprika, Gurken, Zwiebeln und Brot hergestellt. Dabei ist ihr Ursprung ein ganz anderer: Gazpacho heißt so viel wie „eingeweichtes Brot“ und war ein Armeleuteessen par excellonce. Trockenes, altes Brot in Wasser, Essig und Öl eingeweicht, stillte die Mägen der fleißigen Bauern.
Erst ab dem 18. Jahrhundert, als Christoph Kolumbus Tomaten und Paprika nach Europa brachte, etablierte sich die Gazpacho zu dem leichten Sommerklassiker, welchen wir heute kennen und lieben. Mittlerweile findet man die Gazpacho übrigens in den unterschiedlichsten Gewändern: Exotisch-fruchtig mit Melone oder Passionsfrucht, würzig-grün mit Staudensellerie, Kräutern und grüner Paprika oder nussig-weiß mit Mandeln- sowie Mandelmilch und Brot. Sie möchten mehr Informationen zur Gazpacho und suchen noch nach einem Rezept. Dann werden Sie in unserem Blogtext „Gazpacho – die Rettung an heißen Sommertagen“ fündig.
 

Verschiedene Länder, vielfältige Geschmäcker und Traditionen

Aber nicht nur die Spanier wissen, was dem Körper an heißen Sommertagen guttut. Europa ist quasi ein Kontinent der kalten Suppen. Jedes Land hat dabei seine ganz eigene Note und Spezialität:

Klassisch – französisch: Vichysoisse. Die Franzosen setzen auf wenige Zutaten und cremigen Genuss. Kartoffeln, Lauch und eine ordentliche Portion Sahne machen die Suppe zu einem wahren Seelenstreichler. Das gewisse Etwas erhält die Suppe durch die Wahl der Einlage und des Toppings. Von geräucherter Forelle über würzige Croutons bis hin zu knusprig zartem Entenfilet – Grenzen gibt es keine. Wichtig ist nur: Fein und ausgewogen sollte es bleiben.


Probieren Sie diesen Klassiker mit einer Einlage aus gebratenen Pilzen. Kräuteröl und ein knuspriger Dattel-im-Speckmantel-Spieß bilden das i-Tüpfelchen. Das Rezept finden Sie in unserer Rezeptwelt.
 

Balkangenuss: Tarator. Diese kalte Suppe auf Gurken-Joghurtbasis erfreut sich besonders in Bulgarien, Albanien, Rumänien und der Türkei großer Beliebtheit. Gurke, Knoblauch und Olivenöl gesellen sich traditionell zu eisgekühltem Joghurt. Dill verleiht dabei zusätzliche Frische! In manchen Ländern sorgen zerstoßene Walnüsse oder gehackte Mandeln für Konsistenz und Crunch.


Ein großer Vorteil: Der hohe Joghurtanteil sättigt und liefert wertvolles Eiweiß. Gleichzeitig bleibt es aufgrund der energiearmen Gurke bei einer kalorienarmen Mahlzeit, die nicht beschwert.
 

Borschtsch.jpg

Farbe trifft auf Geschmack: Borschtsch. Rote Bete gehört in Polen, Rumänien, der Ukraine und Weißrussland zum festen Bestandteil im Speiseplan. So sind die roten Rüben auch für diese kalte Suppenspezialität unverzichtbar – sie sind sogar Hauptbestandteil.  Aus Rote Bete, Hühner- oder Gemüsefond und Kefir entsteht eine farbenfrohe, geschmacksintensive Suppe! Ein Spritzer Zitrone und gehackter Dill nehmen die „Erdigkeit“ der Roten Bete und verleihen noch mehr Frische.


Ernährungsphysiologisch steht die kalte Borschtsch der Tarator in Nichts nach, ganz im Gegenteil! Kefir ist ein fermentiertes Milchgetränk und enthält Milchsäurebakterien, die sich positiv auf die Darmflora auswirken können. Kefir ist vom Eiweiß- und Fettgehalt vergleichbar mit Joghurt. Also ein Milchprodukt, welches gut sättigt und nicht auf die Waage schlägt.  Und zuletzt punktet Kefir – ähnlich wie Joghurt - mit Calcium und Vitamin K, ein Vitamin welches für den Knochenstoffwechsel benötigt wird.

Natürlich wollen wir auch die Rote Bete nicht vergessen. Die Knollen enthalten viele B-Vitamine, aber auch Kalium, Eisen und vor allem Folsäure - was sie zu einem beliebten Lebensmittel für Frauen macht, die einen höheren Bedarf an Eisen und Folat haben. Die leuchtend rote Farbe ist übrigens auf den sekundären Pflanzenstoff Betanin zurückzuführen, der entzündungshemmend wirken kann. Mehr zum Thema sekundäre Pflanzenstoffe finden Sie in unserem Blogbeitrag „Eat the Rainbow“.
Übrigens: Bitte glauben Sie nicht, dass diese Vorteile auch gleichzeitig für die warme Borschtsch gelten. Hier wird Kefir häufig durch Sahne ausgetauscht und zu der Roten Bete gesellen sich Kartoffeln und Schweinfleisch oder Rindfleisch. Alles in allem ist sie gehaltvoller und wärmt an kalten Tagen.
 

Deftig und kräftig: Okroschka. In Russland gehört diese Suppenspezialität zu den Nationalgerichten. Auch hier bildet ein Milchprodukt die Basis, meistens Sauerrahm. Zusammen mit Lyoner-Wurst, Kartoffeln, gekochtem Ei, Gurke und Radieschen entsteht eine wunderbar herzhafte Suppe, die es kalorisch allerdings auch in sich hat. Für noch mehr Würze sorgen scharfer Senf, Petersilie und Schnittlauch. Okroschka – russicsh окрошка - beutet übrigens „krümeln“ und deutet auf die stückige Einlage aus gewürfelten Zutaten hin.

Vier Gründe für pures kaltes Suppenglück

Gerade in Zeiten von geschlossenen Freibädern und Urlaub auf Balkonien können wir eine andere Art der Erfrischung gut gebrauchen. Umso besser, wenn es eine Abkühlung mit gutem Gewissen ist. Wir zeigen Ihnen, weshalb Sie nicht auf Suppen verzichten sollten!

Pluspunkt 1: Gut für Ihren Wasserhaushalt!

Kind_Ventilator&Melone.jpg

Unser Körper besteht zu 50 bis 60 Prozent aus Wasser. Pro Tag verliert ein Erwachsener durchschnittlich 2650 Milliliter Flüssigkeit über den Urin, den Stuhl, die Haut und die Lunge. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine Trinkmenge von 1500 Millilitern pro Tag, um den Wasserverlust auszugleichen. Das restliche Wasser wird über die Nahrung und die Atmung aufgenommen.

Erhöhtes Schwitzen aufgrund von äußerer Wärme oder verstärkte Bewegung sind mit dieser Empfehlung noch nicht abgedeckt. Da kommt uns eine erfrischende Suppe doch sehr gelegen. Eine einfachere Art, um den täglichen Wasserhaushalt zu decken, die gleichzeitig auch noch schmeckt, gibt es wohl kaum!

Ein weiterer Vorteil: Durch den hohen Wassergehalt haben Suppen häufig eine geringere Energiedichte – sprich Kilokalorien pro Portion. Gleichzeitig füllen Suppen unseren Magen und sorgen für eine gute Sättigung.

Pluspunkt 2: Gut für Ihren Mineralstoffhaushalt!

12415256-Gruenes-und-purpurrotes-Gemuese-Basilikum-Artischocken-Auberginen-Spargel-und-Gruenkohl-2_preview.jpg

Über den täglichen Flüssigkeitsverlust verlieren wir auch an wertvollen Mineralstoffen, wie z.B. an Natrium, Chlorid und Kalium.
Natrium, Chlorid und Kalium sind lebensnotwendige Mengenelemente unseres Körpers. Sie zählen zu den wichtigsten Elektrolyten. Natrium mit seinem hohen Wasserbindungsvermögen spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation im Wasserhaushalt. Auch beeinflusst es den Säure-Basen-Haushalt und den Blutdruck. Chlorid ist entscheidend für den Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt. Außerdem ist Chlorid als Salzsäure (HCl) Teil des Magensafts und unterstützt die Verdauung und dient der Abwehr von Krankheitserregern. Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Muskelkontraktion, der Weiterleitung von Nervenimpulsen, aber auch bei der Regulation des Wasserhaushalts.


Und da kommen die Suppen ins Spiel: Salz und Brühen sind reich an den genannten Mineralstoffen. Aber auch grünes Gemüse, Tomaten, Karotten und viele weitere Gemüsesorten enthalten diese wertvollen Mineralstoffe.
 

Pluspunkt 3: Gut für Ihre Resteverwertung!

Suppen bieten die perfekte Gelegenheit, um übriggebliebene Gemüse- und Obstsorten und Kräuter zu verarbeiten. Und auch beim Topping gibt es einige Möglichkeiten der Verwertung: Aus trockenem Brot lassen sich knusprige Croutons, aus Kräutern ein würziges Kräuteröl oder aus Speck und Käse knusprige Hippen herstellen.
Kleiner Tipp für alle Eltern: Ihr Kind ist kein Gemüsefan? Dann sind Suppen eine dankbare Mahlzeit. Mithilfe eines Pürierstabs lässt sich einiges verstecken. Dank Einlagen wie Nudeln, Fleischklößchen oder Mini-Würstchen können Sie ihr Kind ablenken und ganz einfach glücklich stimmen.

 


Pluspunkt 4: Gut für Ihre Last-Minute Küche!


Es muss schnell gehen? Sie haben keine Lust und Zeit mit Pfanne, Topf und Backofen zu hantieren? Da kommt eine Suppe ganz gelegen. Und wenn die Küche ganz kalt bleiben soll, dann ist eine Gazpacho, eine Tarator oder eine Borschtsch genau die richtige Mahlzeit!
Weiterer Vorteil:
Diese Suppen lassen sich gut für mehrere Tage vorbereiten und schmecken am zweiten Tag häufig sogar noch besser. Und wenn es Ihnen zu langweilig ist, dann ändern Sie am zweiten Tag doch einfach die Einlage oder das Topping.
 

Ran an die Löffel!

Konnten wir Ihre Lust auf eine Erfrischung wecken? Dann probieren Sie es aus! In unserer Rezeptwelt finden Sie leckere Suppen-Rezepte, mit denen Ihnen bestimmt nicht langweilig wird. Die passenden Produkte haben wir natürlich auch. Guten Appetit!

Datum

22.05.2020