Zuckersüß ohne Gewichtsfalle? Alternative Süßungsmittel im Check

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Naschkatzen, aufgepasst: Xylit, Erythrit, Stevia und Co. verheißen süßen Genuss ohne Reue. Halten die alternativen Süßungsmittel, was sie versprechen?

Was ist Zucker?

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Mit Zucker meinen wir umgangssprachlich den weißen Haushaltszucker, mit dem wir backen oder Kaffee süßen. Doch eigentlich gibt es viele verschiedene Zuckerarten und -verbindungen, aus denen auch alternative Süßungsmittel zusammengesetzt sind.

Zucker ist ein weiter Begriff. Der gewöhnliche Haushaltszucker heißt chemisch korrekt Saccharose (Englisch sucrose) und ist eine Zuckerverbindung (Disaccharid) aus den Einfachzuckern Fructose und Glukose. Auch diese Einfachzucker (Monosaccharide) werden als Zucker bezeichnet.

Und sogar Mehrfachzucker (Oligosaccharide) – z.B. enthalten in Hülsenfrüchten - und Vielfachzucker (Polysaccharide) – z.B. enthalten in Kartoffeln und Getreide - fallen unter den Begriff Zucker. Wissenschaftlich genau sind all diese Zuckerarten und -verbindungen Saccharide. Sie bilden die Familie der Kohlenhydrate.

Zuckeralkohole bzw. Polyole sind natürliche oder aus anderen Zuckern durch chemische Reduktion gewonnene Kohlenhydrate. Bis auf ihren Namen haben sie aber nichts mit dem Alkohol in Bier, Wein und Co. gemein.
 

Was spricht gegen Haushaltszucker?

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Prinzipiell spricht nichts gegen den gelegentlichen Genuss von Haushaltszucker bzw. Saccharose. Negative Auswirkungen können laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entstehen, wenn Sie mehr als 10 Prozent Ihrer Nahrungsenergie in Form von Zucker zu sich nehmen. Im Alter zwischen 15 und 80 liegen die Deutschen aktuell mit 13 bis 14 Prozent über diesem Schnitt.

Die DGE empfiehlt deshalb, den Genuss von Zucker – sowohl in Form von Haushaltszucker als auch in Form von Produkten wie Honig oder Fruchtsäften – generell zu reduzieren. Andernfalls droht ein gesteigertes Risiko für chronische Krankheiten wie Übergewicht, Herzkreislauferkrankungen, Akne und Diabetes.

Alternative Süßungsmittel können dabei helfen, den Zuckeranteil gemessen an der täglichen Energieaufnahme zu senken. Aber Vorsicht: Auch hier sollte in Maßen genossen werden. Zu hohe Dosen können abführend wirken. Außerdem ist unser Körper ein Gewohnheitstier: Wird die eingesetzte Süße zur Regel, erscheinen viele herzhafte Lebensmittel mit der Zeit zu sauer oder bitter und Sie können nicht mehr ohne Süße.
 

Die Alternativen

Süßende Lebensmittel sind natürliche Zuckeralternativen. Haushaltszucker wird aus Zuckerrohr und Zuckerrüben hergestellt. Auch andere natürliche Lebensmittel enthalten süße Inhaltsstoffe. Aus Birken, Ahorn, Blüten, Agaven oder Reis lassen sich süße Extrakte gewinnen und zu Birkenzucker, Honig, Agavendicksaft oder Reissirup verarbeiten.

Süßstoffe kennen wir zum Beispiel als Kaffeesüßstoff oder Inhaltsstoff in Kaugummis und Light-Produkten. Sie zählen zu den Süßungsmitteln und werden künstlich, teilweise aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Süßstoffe enthalten praktisch keine Kalorien und haben bis zum 37.000-fachen der Süßkraft von Haushaltszucker. Zu den Süßstoffen zählen zum Beispiel Cyclamat, Steviosid, Saccharid oder Thaumatin.

Zuckeraustauschstoffe sind natürliche oder aus anderen Zuckern gewonnene Zuckeralkohole. Sie sind nicht ganz so süß, enthalten aber sehr viel weniger Kalorien als Haushaltszucker. Bekannte Zuckeraustauschstoffe sind zum Beispiel Sorbit, Xylith oder Erythrit.
 

Beliebte Zuckeralternativen im Check

Xylit
Was haben Blumenkohl, Himbeeren und Birken gemein? Sie enthalten kleinste Mengen Xylith, einen auch als Birkenzucker bekannten Zuckeraustauschstoff. Die in der Natur vorkommenden Mengen sind so gering, dass Xylit industriell aus Rohstoffen wie Birkenholz oder Mais gewonnen wird. Xylit ist ähnlich süß wie Haushaltszucker, enthält aber rund 40 Prozent weniger Kalorien. Es schont den Blutzuckerspiegel und ist nicht kariogen, fördert also nicht die Entstehung von Karies. Bei großen Mengen kann Xylit jedoch abführend wirken.
 


Stevia
Stevia bzw. die sogenannten Steviolglycoside gehören zu den angesagtesten Süßstoffen überhaupt. Es handelt sich um verarbeitete Extrakte aus der Stevia-Pflanze, auch bekannt als Honigkraut. Stevia schmeckt leicht bitter bis lakritzartig und wird oft mit anderen Süßungsmitteln kombiniert. Es hat eine rund 250-mal höhere Süßkraft als Zucker, enthält aber keinerlei Kalorien.


Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker ist eine Palmzuckerart und gehört zu der Kategorie der süßenden Lebensmittel. Er wird aus dem Nektar der Kokospalme gewonnen und hat einen sanft karamelligen, malzigen Nebengeschmack. Mit 399 kcal je 100 Gramm enthält Kokosblütenzucker ungefähr so viele Kalorien wie Haushaltszucker (390 kcal/100 g) und ist etwas schonender für den Blutzuckerspiegel.

Erythrit

Die Ausnahmeerscheinung unter den Zuckeraustauschstoffen: Erythrit hat rund 60 Prozent der Süßkraft von Tafelzucker, führt dem Körper aber praktisch keinerlei Kalorien zu. Es kommt in geringen Mengen in natürlichen Lebensmitteln wie Pilzen, Obst und Käse vor, wird aber in der Regel mittels natürlicher Fermentation aus anderen Zuckersorten hergestellt.

Erythrit besteht aus Kohlenhydraten, die der menschliche Körper nicht verwerten kann. Es hat deshalb keinerlei Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und eignet sich als Süßungsmittel auch für Menschen, die unter Diabetes oder Fruktosemalabsorption leiden. Auch für Personen ohne Erkrankungen und Allergien ist Erythrit besser verdaulich als andere Süßungsmittel.

Erythrit schmeckt ungefähr so wie der gewöhnliche Haushaltszucker und ist auch deshalb eine super Alternative. Wir finden: Mit diesen Eigenschaften kann Erythrit sich wirklich sehen lassen!
Wir haben Erythrit auf den Prüfstand gestellt und zwei Eiscremesorten kreiert: Sweet life Schokolade und Sweet life Stracciatella mit einem Minimum an Zucker und einem Maximum an Geschmack. Wir sind begeistert – Prüfung bestanden! Welche Note verteilen Sie?
 

Mit Erythrit kochen und backen

Erythrit ist nicht bloß ein neuer Zusatzstoff, sondern eine echte Zutat. So können Sie auch in Ihrer Küche Erythrit zum Abschmecken von herzhaften Soßen, zum Süßen von Getränken oder als Zuckerersatz zum Backen verwenden.


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Datum

23.04.2020