Die Schnitzel-Story – (K)eine Frage der Tradition

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Das Schnitzel hat vor allem in Österreich eine lange Tradition, aber auch in vielen anderen Ländern der Welt wollen die Menschen nicht auf diese knusprige und saftige Leckerei verzichten. Das Schnitzel ist so beliebt, dass fast täglich neue Rezepturen – egal ob mit Fleisch oder als Veggie-Variante – entwickelt und veröffentlicht werden.

 

Doch wie und wo ist das Schnitzel eigentlich entstanden und warum nennen wir das Schnitzel überhaupt so? Genau von dieser interessanten Geschichte, von vielen Mythen rund um das Schnitzel und von modernen Schnitzel-Rezepten berichten wir Ihnen in unserem neuen Blogtext.

 

Das Schnitzel – Wie alles begann

Wann und wo genau die Geschichte des Schnitzels genau begann, ist bis heute nicht sicher geklärt. Bereits im 12. Jahrhundert sollen die Menschen in Konstantinopel Fleisch in Teig gehüllt und anschließend ausgebacken haben. Der Begriff „Schnitzel“ taucht allerdings erst viel später, nämlich im 17. Jahrhundert, in den Geschichtsbüchern auf.

 

Bis zum 19. Jahrhundert waren die Bezeichnungen „Schnitz“ und „Schnitzchen“ deutlich geläufiger, wobei jeder der Begriffe ursprünglich von dem Wort „Schnitt“ abstammt und sich auf die aus dem Fleisch geschnittene Scheibe bezieht.

 

Auch der Ursprung der Panierung, wie wir sie heute kennen, lässt sich geschichtlich nicht genau zuordnen. Schon vor 2000 Jahren zerbröselten die Menschen Reste von Brot und verwendeten diese als Grundlage für andere Gerichte, um das Wegwerfen von Lebensmitteln zu vermeiden.

 

Die erste Verwendung von hellen Bröseln als Fleischmantel hängt möglicherweise mit einer Gepflogenheit aus dem 15. und 16. Jahrhundert zusammen, nach dem wohlhabende Bürger der Lombardei in Gold gehülltes Fleisch sehr gerne aßen. Da Gold auch damals schon sehr wertvoll war, wurde das Vergolden von Speisen jedoch verboten und die Köche wurden angewiesen, eine geeignete Alternative zu finden. Die goldige Panierung aus Paniermehl könnte die Lösung für dieses Problem gewesen sein.

 

Der Mythos „Wiener Schnitzel“

Ähnlich bekannt wie das Schnitzel selber ist vermutlich nur das “Wiener Schnitzel”, welches zum ersten Mal in einem Kochbuch von 1884 erwähnt wird. Bis dahin bezeichnete man Schnitzel mit dieser weltbekannten Rezeptur meist als „Kalbsschnitzel“, „Paniertes Schnitzel“ oder „Eingebröselte Schnitzel“.

 

Einem sehr bekannten Mythos nach soll das „Wiener Schnitzel“ ursprünglich aus Italien stammen und gelangte Mitte des 19. Jahrhunderts über einen Feldmarschall nach Österreich.

 

Besagter Feldmarschall soll während eines Aufenthaltes im Rahmen der italienischen Revolution ein ähnliches Schnitzel kennengelernt haben. Von diesem Schnitzel war er so begeistert, dass er dem Kaiser davon berichtete und dieser einen Kontakt zum kaiserlichen Chefkoch befahl. Die österreichische Adaption des Rezeptes mit landestypischen Zutaten war dann das Wiener Schnitzel.

 

Dieser romantische Mythos gilt heute jedoch als widerlegt, da entsprechend zubereitete Schnitzel bereits einige Jahre früher in Österreich dokumentiert sind.

 

So braten Sie das perfekte Schnitzel

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Ein perfekt gebratenes Schnitzel ist zart, knusprig und luftig zugleich. Auf die nachfolgenden Dinge sollten Sie achten, damit auch Ihr Schnitzel ein echter Hochgenuss wird:

 

1. Reichlich Butterschmalz in eine große Pfanne geben und erhitzen. Das Schnitzel muss nicht im Fett schwimmen, aber bei gleichmäßigen Vor- und Zurückbewegungen der Pfanne muss das heiße Fett auch oben über das Schnitzel laufen.

 

2. Das Schnitzel vorsichtig in das heiße Fett geben und von einer Seite knusprig braten. Dabei die Pfanne in Bewegung halten, sodass das Schnitzel immer wieder übergossen wird.

 

3. Nach etwa einer Minute das Schnitzel wenden und nochmals für eine Minute mit der gleichen Technik weiterbraten. Das Schnitzel nur einmal zu wenden, ist vollkommen ausreichend und führt zum besten Ergebnis.

 

4. Das fertige, goldbraune Schnitzel auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen, anrichten und genießen!

 

Tipp 1: Das Fett hat die perfekte Brattemperatur, wenn ein leicht angefeuchteter Holzspieß in dem Fett Bläschen wirft.

 

Tipp 2: Maximal zwei Schnitzel gleichzeitig in einer Pfanne braten. Bei zu vielen Schnitzeln sinkt die Temperatur des Fettes stark ab und die Schnitzel saugen sich voll.

 

Klassiker aus der Schnitzelküche

Klassiker wie das Wiener Schnitzel, das Schnitzel Hawaii, das Cordon Bleu oder Saltimbocca sind allgemein bekannt. Doch wie sieht es eigentlich in den regionalen Küchen aus? Nachfolgend zeigen wir Ihnen einige besondere Spezialitäten, die Sie garantiert überraschen werden:

 

Schnitzel Spreewälder Art. Dieses panierte Schweineschnitzel wird gebraten und anschließend mit Meerrettich bestrichen. Darauf kommen Gewürzgurken und Käse. Zum Abschluss wird es im Ofen überbacken.

 

Berliner Schnitzel. Gerne auch als „falsches Kotelett“ bezeichnet, wird dieses Schnitzel zunächst typisch zubereitet. Anstatt Kalbfleisch wird jedoch gekochtes Kuheuter verwendet.

 

Jägerschnitzel. Für Sie gehört zu einem Jägerschnitzel immer eine Pilzsauce? In Ostdeutschland wird eine panierte und gebratene Scheibe Jagdwurst mit Tomatensauce oder Ketchup gerne als Jägerschnitzel bezeichnet.

 

Schnitzel Holstein. Dies ist ein typisches Kalbsschnitzel, das je nach Rezeptur mit einer Mischung aus Spiegelei, Räucherlachs, Ölsardinen, Kapern und Sardellen serviert wird.

 

Rezepte rund ums Schnitzel

Sie suchen passende Rezepte, um Schnitzel noch einmal ganz neu zu entdecken? In unserer bofrost*Rezeptwelt haben wir eine große Auswahl für jeden Anlass für Sie zusammengestellt:

 

Gefülltes Kalbsschnitzel mit Pommes und fruchtigem Bohnensalat. Ähnlich zum Klassiker Cordon Bleu füllen Sie das Kalbfleisch mit saftigem Parmaschinken und würzigem Taleggio-Käse. Mediterran gewürzte Pommes frites und ein fruchtiger Himbeer-Salat runden das Gericht zu einem echten Erlebnis ab.

 

Sie suchen noch ein Rezept für den Familienmittagstisch? Dann könnte unser Cordon Bleu „Inside Out“ mit Spinat-Käse-Spätzle genau das Richtige für Sie sein. Probieren Sie es aus!

 

Für alle Fans und Freunde der vegetarischen Küche empfehlen wir Aubergine und Kohlrabi als tolle Fleischalternativen! Knusprig paniert und gebacken können diese Veggie-Schnitzel absolut konkurrieren! Neugierig geworden? Dann finden Sie hier unser Rezept für gefüllte Auberginenschnitzel auf tomatigen Penne Rialto und für knusprige Kohlrabi-Schnitzel mit veganer Mayo und Tomatensalat

Seien Sie kreativ und genießen Sie Schnitzel mit bofrost*!

Datum

10.09.2020