In fremde Töpfe geschaut: ¡Que viva España!

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Wir lieben Spanien. Direkt nach der Ostsee ist das Land auf der iberischen Halbinsel das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Und während italienische Pizza und Pasta für uns inzwischen zum Alltagsessen geworden sind, wecken spanische Paella, Tapas und Co. in uns Urlaubsgefühle.

Grund genug, in unserer Reihe „In fremde Töpfe geschaut“ nach unserer Italien-Reise nun einen Blick in die Töpfe Spaniens zu werfen.

Lebendige spanische Küche

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Spanien gilt als Schmelztiegel der europäischen Kochkunst.

Schon im 8. Jahrhundert bereicherten die Mauren die spanische Küche um arabische Einflüsse. Rund 700 Jahre später begannen Entdecker wie Christopher Kolumbus fremde Gemüse- und Obstsorten mit nach Spanien zu bringen. Es entstand eine der vielfältigsten Küchenkulturen Europas


Heute trifft in Spanien Tradition auf Moderne. Hier liebt man traditionelle, regionale Rezepte und großartige Produkte, die das spanische Land und Meer hergeben.

Gleichzeitig gehört auch die spanische Spitzenküche zu den international führenden Kräften in der Welt der modernen Kulinarik. Etwa die avantgardistische Molekularküche wurde hier erfunden.

Mehr als bloß Mittelmeerküche


Die spanische Küche lässt sich als Mittelmeerküche charakterisieren: Wie auch in Italien, Griechenland oder Portugal kommt reichlich Gemüse, Fisch, Knoblauch und gutes Olivenöl auf den Tisch. Damit ist die spanische Ess- und Kochkultur aber noch lange nicht zu Ende erzählt. Denn Spanien ist geprägt von einer immensen Vielfalt und bunten Einflüssen aus unterschiedlichen Regionen und Kulturkreisen.

Die spanischen Geschmacksregionen

Spanienfans wissen: Strenggenommen gibt es die spanische Küche gar nicht. Vielmehr existieren viele regionale Spezialitäten, welche die Landesküche insgesamt repräsentieren. 

Zum Beispiel die Paella gilt zwar als Inbegriff der spanischen Küche ist, ist aber eigentlich eine Spezialität der Region Valencia an der spanischen Ostküste. Trotzdem ist die berühmte Reispfanne in ganz Spanien bekannt und beliebt. Während die ursprüngliche Paella Valencia neben Reis, Safran und Gemüse mit Huhn oder Kaninchenfleisch, auch mit Schnecken zubereitet wird, kommt sie heutzutage an der Küste auch gern mit Fisch oder Meeresfrüchten auf den Tisch.

Und auch typischen Tapas-Speisen werden nicht veredeln mittlerweile als Topping herzhafte Hauptgerichte. Probieren Sie zum Beispiel einmal unser herzhaftes Pastasotto mit Chorizo, knusprigen Tintenfischringen und Pimientos de padrón.

Weitere weltbekannte, regionale Spezialitäten sind zum Beispiel:

  • Gazpacho: eine kalte Suppe aus Andalusien
  • Empanadas: mit Fisch oder Fleisch gefüllte Teigtaschen aus Galizien
  • Papas arrugadas con Mojo Verde: kanarische Salzkartoffeln in Schale mit einer grünen Soße aus Olivenöl, Essig, Knoblauch und frischen Kräutern
  • Crema Catalana: ein Karamellpudding aus Katalonien
  • Arroz Brut: „Schmutziger Reis“, eine mallorquinische Reispfanne mit Gemüse, Huhn, Schwein oder Kaninchen

Darüber hinaus ist Spanien reich an typischen, überregionalen Produkten wie dem Serrano-Schinken, Oliven, Sherry und Wein

Das Tapas-Prinzip

Ein richtig spanischer Abend steht bevor, wenn die kulinarische Vielfalt Spaniens auf kleinen Tellern Platz findet. Die sogenannten Tapas haben der spanischen Küche in Deutschland zur Bekanntheit verholfen.

Oliven, Salat, Tortilla (Kartoffel-Omelette), Albondigas (spanische Hackfleischbällchen) oder Meeresfrüchte sind nur einige der Köstlichkeiten, die auf der Menü-Karte in spanischen Tapas-Bars zu finden sind. 

Tapas sind so typisch spanisch und beschreiben das Teilen und gesellige Zusammensitzen. Denn das kommunikative Miteinander ist in Spanien mindestens so wichtig wie das Essen selbst. Mit unserer Tapas-Platte kommen Sie dem typischen spanischen Lebensgefühl schon ein großes Stück näher!

Der spanische Rhythmus

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Wer verstehen will, was in Spaniens Töpfen passiert, sollte beachten, dass der Alltag in Spanien traditionell einem besonderen Rhythmus folgt. 

Morgens wird kaum gefrühstückt. Wenn überhaupt, gibt es einen Kaffee und dazu zum Beispiel einen Churro, einen süßen, länglich geformten Krapfen. 

Erst zwischen 13.30 Uhr und 16:00 Uhr genießt man in Ruhe ein ausgiebiges Mittagessen, meist bestehend aus mehreren Gängen. Zumindest traditionell nehmen die Spanier sich hierfür genügend Zeit. Denn zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr hält bei Ihnen Siesta angesagt. Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen und die Menschen haben Zeit zu essen und einen Mittagsschlaf zu halten. Durch die moderne Arbeitswelt ist der spanische Alltagsrhythmus jedoch etwas durcheinandergeraten. Laut einer Umfrage machen inzwischen nur noch rund 16 Prozent der Spanier regelmäßig Siesta.

Nach wie vor ist genügend Zeit für das Abendessen eingeplant und auch das deutlich später als wir es in Deutschland kennen. Nicht vor 21.00 Uhr kommen Freunden oder der Familie zusammen und genießen ausgiebig, gerne bis tief in die Nacht.

Spanisch kochen mit bofrost*

Lust bekommen auf etwas spanisches Feuer in Ihrer Küche? Mit bofrost* gehen Sie ohne große Mühen auf kulinarischen Kurzurlaub. Auch wenn wir Ihnen keinen Strand bieten können. Mit unserem Rezept für Spanische Hähnchenpfanne zaubern Sie das Flair einer spanischen Bodega in Ihre vier Wände. Oder wie wäre es mit Calabrischer Paella? Hier ist das Urlaubsfeeling garantiert! Einen Tapas-Abend genießen Sie mit Knoblauchgarnelen, Tortilla in einer besonderen Variante und unserer Tapas-Platte.

Eine ganz andere Küche bietet Frankreich. Auf unserer Reise durch fremde Töpfe werfen wir als Nächstes einen Blick in die französische Küche mit ihrer Vielfalt und dem Kontrast zwischen einfacher Landküche und Sternerestaurant. Reisen Sie mit!

Wir wünschen guten Appetit und sagen buen provecho!

 

Datum

09.07.2020