Fragen zur Schockfrostung und Lagerung

bofrost*Kundinnen und Kunden wissen: Tiefkühlkost ist "Frische auf Vorrat". Durch die bewährte Schockfrostung sorgen wir dafür, dass die wertvollen Inhaltsstoffe geschont werden und die hohe Qualität unserer Produkte erhalten bleibt.

Aufgrund unserer geschlossenen Tiefkühlkette von der Produktion bis zu deinem Tiefkühlgerät kann die Ware nicht antauen. Die Kältekapazität unserer Fahrzeuge ist so angelegt, dass die Temperaturen stets bei mindestens minus 18 Grad Celsius oder kälter liegen. 
 
Im Lager ist die Ware bei mindestens minus 22 bis minus 24 Grad Celsius deponiert.  

In den Fahrzeugen befinden sich Kälteplatten, die wie große Kühl-Akkus Sole als Kühlmittel enthalten. Es handelt sich hierbei um die sogenannte eutektische Speicherkühlung. Die eutektischen Platten in den Verkaufsfahrzeugen werden nachts über das Stromnetz gekühlt. Tagsüber gewährleistet die gute Isolierung, dass in den Aufbauten der Fahrzeuge – auch bei hohen Außentemperaturen – stets eine Temperatur von minus 18 Grad Celsius bestehen bleibt. 
 Die Temperatur im Spezial-Tiefkühltransporter kontrolliert der bofrost*Verkaufsfahrer während seiner Tagestour regelmäßig. Dazu überprüft er eine spezielle Anzeige, die sich gut sichtbar hinter der Beifahrertür befindet. Abends, nach der Rückkehr des Fahrzeuges in die Niederlassung, erfolgt eine zusätzliche Kontrolle.   

Eine geschlossene Tiefkühlkette bedeutet, dass die Produkte vom Moment der Schockfrostung über Lagerung und Transport bis hin zur Lieferung bei Ihnen zuhause durchgehend und vollständig tiefgefroren bleiben – also mindestens 18 Grad Celsius oder kälter.  

Wir bei bofrost* garantieren Ihnen durch vielfältige Kontrollpunkte entlang der Produktions- und Lieferkette, dass die Einhaltung unserer Tiefkühlkette gewährleistet wird und unsere bofrost*Produkte sicher und ohne Antauen bei Ihnen ankommen. 

Schockfrostung oder Schockgefrieren meint das Überführen eines Lebensmittels in den gefrorenen Zustand in kürzester Zeit. Je schneller das Lebensmittel tiefgefroren wird, desto besser ist das Ergebnis und die Qualität der gefrorenen Lebensmittel nach dem Auftauen und Zubereiten.  

Beim Einfrieren von Lebensmitteln entstehen in einem Temperaturbereich von 0 bis minus 5 Grad Celsius Eiskristalle in den Lebensmitteln. Je schneller dieser Temperaturbereich durchlaufen wird, desto kleiner und gleichmäßiger verteilen sich die Eiskristalle im Produkt. So bleibt die Zellstruktur des Lebensmittels – und damit seine Qualität und Konsistenz – weitestgehend erhalten. Größere Eiskristalle, die bei langsamem Einfrieren entstehen, können die Zellstruktur des Lebensmittels beschädigen und die Qualität, den Geschmack und die Konsistenz negativ beeinflussen.  

Die Schockfrostung von Lebensmitteln erhält wichtige Produkteigenschaften wie Konsistenz, Geschmack und Farbe.  Gleichzeitig werden die Lebensmittel schonend haltbar gemacht und Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe werden bestmöglich erhalten.  

Beim langsamen Einfrieren von Lebensmitteln entstehen größere Eiskristalle im Produkt. Diese Eiskristalle können die Zellwände des Lebensmittels durch ihre  Struktur beschädigen. Beim Auftauen tritt dann mehr Zellsaft aus und die Konsistenz kann sich stark verändern. Durch die hohe Gefriergeschwindigkeit bei der Schockfrostung entstehen hingegen kleinere Einskristalle, was die Struktur, Konsistenz und Optik bestmöglich erhält.  

Beim industriellen Schockfrosten werden Lebensmittel deutlich schneller als in der heimischen Tiefkühltruhe und mit tieferen Temperaturen zwischen minus 40 und minus 70 Grad tiefgekühlt. Eine intensive Strömung sehr kalter Luft führt die Wärme zusätzlich von der Produktoberfläche ab. Das erhält die Qualität eines Produktes vergleichsweise besser. 

Die Gefriergeschwindigkeit hat eine entscheidende Bedeutung für die Qualität eines gefrorenen Lebensmittels. Durch das schnelle Schockfrosten entstehen besonders kleine und gleichmäßig verteilte Eiskristalle im Lebensmittel. Dadurch wird die Zellstruktur geschont und Konsistenz, Saftigkeit und Geschmack bleiben erhalten. Beim vergleichsweisen langsamen Einfrieren zuhause entstehen hingegen größere Eiskristalle, die die Zellstruktur und somit das Endergebnis des zubereiteten Produktes nachteilig beeinflussen können. Bis ein Kilogramm Erbsen im haushaltsüblichen Gefriergerät eine Kerntemperatur von minus 18 Grad Celsius erreicht hat, vergehen ca. 24 Stunden. Beim industriellen Schockfrosten hingegen ist dieses Kilogramm Erbsen in nur 5 Minuten tiefgefroren.  

Das Mindesthaltbarkeitsdatum, kurz MHD, ist der Zeitpunkt, bis zu dem ein Lebensmittel bei richtigen Lagerbedingungen seine typischen Eigenschaften behält. Das MHD ist kein Verfallsdatum und bedeutet nicht, dass ein Lebensmittel nach Ablauf verdorben und damit nicht mehr genießbar ist. Es ist weder das letzte Verkaufs- noch das letzte Verzehrdatum. 
 
Da sich ein Produkt im Laufe der Zeit qualitativ verändern kann und somit immer mehr vom Standard abweicht, hat bofrost*, wie es der Gesetzgeber vorschreibt, ein Mindesthaltbarkeitsdatum festgelegt.  

Das MHD gilt für Lebensmittel, die unter den richtigen Lagerbedingungen aufbewahrt werden. Dazu gehört die Lagertemperatur – für tiefgekühlte Lebensmittel sollte diese minus 18 Grad nicht überschreiten – sowie eine ununterbrochene Tiefkühlung. Auch nach einer Teilentnahme sollte das Produkt zügig wieder in die Tiefkühlung gegeben werden, um ein Antauen zu verhindern. 
 
Der Zeitraum für die Mindesthaltbarkeit hängt vom Produkt ab. Tiefgefrorenes Laugengebäck oder Backwaren mit Hefe sind beispielsweise nur sehr kurz haltbar, tiefgefrorenes Gemüse (ungewürzt) und Obst hingegen sehr lange (bis zu 24 Monate). Eine Faustregel gibt es hier also nicht. Die von uns angegebenen Daten beruhen auf jahrelanger Erfahrung und stetig durchgeführten Lagertests. 

Ja, ein bofrost*Produkt kann nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) noch genießbar sein, sofern es unbeschädigt ist und durchgehend bei mindestens minus 18°C gelagert wurde.  Das MHD ist kein Verfall- oder Ablaufdatum, es stellt lediglich eine Qualitätsgarantie bis zu diesem Zeitpunkt dar. Danach können Geschmack, Konsistenz oder Farbe an Qualität verlieren. Vor dem Verzehr eines abgelaufenen tiefgekühlten Produktes sollte es sorgfältig geprüft werden und bei Auffälligkeiten im Aussehen, Geruch oder dem Geschmack nicht weiter verzehrt werden.  

Ein bakterieller Verderb von Produkten ist bei einer ununterbrochenen Lagerung von mindestens minus 18°C nahezu ausgeschlossen. Das Produkt befindet sich in einem sogenannten "Kälteschlaf" - bei diesen tiefen Temperaturen findet kaum Bakterienwachstum statt. Wichtig ist, dass das Produkt vor dem Verzehr durcherhitzt wird. Einen entsprechenden Hinweis hierzu finden Sie auf der Produktverpackung. 

Nach Erreichen des MHD kann ein Produkt noch eine gewisse Zeit bei angemessenen Bedingungen gelagert werden, da bofrost* eine "Reservespanne" (Ausnahme: Eisprodukte) für die Genussfähigkeit einkalkuliert. Bei deutlicher Überlagerung sind in der Regel nur Qualitätseinbußen zu erwarten. Dazu zählen Geschmacks-, Konsistenz- oder auch Farbabweichungen. So kann Fisch eventuell tranig und Fett möglicherweise ranzig werden. Einige Lebensmittel verlieren ihre Farbintensität, andere dunkeln nach. Gesundheitliche Bedenken gibt es bei ununterbrochener Tiefkühlung und sachgemäßer Behandlung des Produktes nicht. 

Überprüfen Sie bei einer Störung des Tiefkühlgerätes den Stromstecker und die Sicherung. Öffnen Sie das Gerät möglichst nicht, da es geschlossen die Kälte am besten hält. Ist das Gerät defekt, benachrichtigen Sie schnellstmöglich den Kundendienst des Herstellers. Eine entsprechende Telefonnummer finden Sie in der Regel in der Bedienungsanleitung, die auch häufig Auskunft über die Lagerzeit bei einer Störung gibt. 
 
Im Falle des Falles beraten wir Sie gerne dazu, ob und unter welchen Voraussetzungen Sie die von der Störung betroffenen Tiefkühlprodukte noch verwenden können. Rufen Sie uns dazu einfach gebührenfrei an unter 0800 200 88 44 (Mo. bis Fr. von 7 bis 21 Uhr, Sa. von 8 bis 16 Uhr). 

Nicht jedes angetaute bofrost*Produkt muss entsorgt werden: Ob es noch verwendet werden kann, hängt von der Produktart, dem Auftauzustand und den Verpackungshinweisen ab.  Sehr sensible Produkte (Geflügel, Fisch) sollten nach Unterbrechung der Tiefkühlkette nur nach vollständigem Durcherhitzen oder gar nicht (Eis) weiter aufbewahrt werden. Bei sensorischen Auffälligkeiten von angetauten Produkten raten wir vom Verzehr ab. Auch bei unbekannter Dauer des Gerätedefekts empfehlen wir, die Produkte nicht mehr zu verzehren. 

Vollständig aufgetaute rohe tierische Produkte wie Fleisch, Geflügel oder Fisch sollten nicht roh wieder eingefroren werden. Waren diese durchgehend ausreichend gekühlt und sind sensorisch unauffällig, können die Produkte zunächst vollständig durcherhitzt werden und nach dem raschen Abkühlen erneut eingefroren werden.  

Aufgetautes Speiseeis sollte entsorgt werden.  

Bereits gegarte Speisen oder Gemüseprodukte können in vielen Fällen wieder eingefroren werden, sofern sie nicht längere Zeit ungekühlt waren. Durch das Antauen können sich die Qualität und verbleibende Haltbarkeit jedoch verkürzen. Bereiten Sie das Produkt deshalb möglichst zeitnah zu und beachten Sie die Hinweise auf der Verpackung. 

Achten Sie in jedem Fall bei Zubereitung und Verzehr zusätzlich auf sensorische Auffälligkeiten (Geruch, Optik, Konsistenz) und entsorgen Sie die Produkte im Zweifelsfall. 

Ist Ihr Tiefkühlgerät länger oder für eine unbekannte Zeit defekt und alle Produkte sind vollständig aufgetaut, sollte die Ware im Zweifel verworfen werden.  

Für eine individuelle Einschätzung berät Sie unsere Expertinnen und Experten der Ernährungsberatung gerne. Rufen Sie uns einfach unter der 0800 – 200 88 44 (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, gebührenfrei) an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an ernaehrungsberatung@bofrost.de. 

Eisschnee entsteht, wenn durch Temperaturschwankungen Feuchtigkeit in der Verpackung entsteht (Kondensat) und anschließend wieder gefriert. Daher sollten Tiefkühlprodukte vor Temperaturschwankungen geschützt werden, um die Eisschneebildung möglichst gering zu halten. 

Diese Tipps helfen gegen die Bildung von Eisschnee: 

  • Vermeiden Sie häufiges Öffnen und langes Offenstehen des Tiefkühlgerätes 
  • Frieren Sie keine zu warmen Lebensmittel ein (am besten temperieren Sie das Lebensmittel erst im Kühlschrank herunter) 
  • Achten Sie darauf, dass die Restmengen bei einer Teilentnahme nicht auf- oder antauen. 
  • Schütten Sie dazu das Produkt nicht direkt aus dem Beutel in den Kochtopf mit heißem Wasser, denn der feuchte, heiße Dampf fördert den Antauprozess bzw. die Bildung von Feuchtigkeit in der Verpackung.  

Gefrierbrand, auch Frostbrand genannt, entsteht durch Austrocknung der Randschicht eines tiefgefrorenen Lebensmittels. Er ist erkennbar an einer weißen Verfärbung an der Produktoberfläche. Bei Fleischprodukten kann diese aufgrund des Muskelfarbstoffes Myoglobin auch braunrötlich ausfallen.  

Ursachen dieser Austrocknung können eine undichte Verpackung oder stark schwankende Lagertemperaturen sein.  

Das FrischePlus-Verfahren von bofrost* leistet hier einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Produktqualität. Das Verfahren ist eine intelligente Weiterentwicklung für die bofrost*Gemüsequalität: Die aufgebrachte Trinkwasserglasur bietet dem FrischePlus-Gemüse einen zusätzlichen Schutz vor Austrocknung und Gefrierbrand. Sie schützt unser Gemüse, wie die Erbsen, vor Stoß- und Abriebbeschädigungen in der Verpackung. Die Trinkwasserglasur wirkt auf unser Gemüse wie ein "Frischetresor", sie bildet eine zusätzliche Schutzschicht. Farbe, Geschmack und Optik können so noch länger erhalten bleiben. 

Nein, der Verzehr von Lebensmitteln mit Gefrierbrand ist nicht gesundheitsschädlich. Gefrierbrand führt zwar zu Qualitäts- und Geschmackseinbußen am zubereiteten Produkt, einen gesundheitlichen Schaden kann er aber nicht verursachen.  

Die ausgetrocknete Randschicht eines Lebensmittels nimmt beim Auftauen und Zubereiten kaum Wasser auf. Stattdessen ist sie zäh oder lederig, das Endprodukt bietet nicht die gewünschte Qualität und Konsistenz.  

Individuelle Fragen beantwortet dir unser TÜV NORD-zertifiziertes Service-Center gerne telefonisch. Rufe uns einfach gebührenfrei an: 0800 - 000 19 18 (Mo. bis Fr. von 7 bis 21 Uhr, Sa. von 8 bis 16 Uhr).

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